Brückenneubau ist Herausforderung
REGAU. Die mit Pfeilern von knapp 50 Metern höchste Brücke der A1 Westautobahn, die Aurachbrücke, ist in die Jahre gekommen und muss neu gebaut werden. Das in den 1960er-Jahren fertiggestellte Stahl-Verbund-Tragwerk (Betondecke auf Stahltragwerk) überspannt, getragen von massiven Betonpfeilern, das Aurachtal bei der Anschlussstelle Regau.

Seit 2018 arbeitet die ASFINAG an der Lösung großer technischer und organisatorischer Herausforderungen. So ist es natürlich nicht möglich, die A1 über mehrere Jahre zu sperren, um die Brücke und die bestehenden Pfeiler einfach „abzureißen“. Um den Verkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, wird daher neben der bestehenden Brücke temporär eine Brücke in Seitenlage auf Hilfspfeilern errichtet. Ist diese Brücke fertiggestellt und der Verkehr darauf umgelegt, werden in mehreren Arbeitsschritten die bestehende Brücke inklusive der massiven Pfeiler abgetragen und neue Pfeiler errichtet. Anschließend wird das Tragwerk der Richtungsfahrbahn Wien errichtet. Nach dessen Fertigstellung wird der gesamte Verkehr auf dieses Tragwerk umgelegt.
Premiere aus technischer Sicht
Danach folgt aus bautechnischer Sicht eine sehr heikle Aufgabe: Das Tragwerk der rund 420 Meter langen Brücke in Seitenlage wird in einem Stück quer zur Fahrrichtung von den Hilfspfeilern auf die neu errichteten Hauptpfeiler verschoben – Millimeterarbeit und in dieser Größenordnung eine technische Premiere für die ASFINAG. Ist auch dies geschafft, wird der Verkehr entflechtet und auf jedem Tragwerk eine Richtungsfahrbahn geführt. Der Baubeginn für dieses spannende Projekt startete bereits im heurigen Sommer, die Verkehrsfreigabe erfolgt voraussichtlich mit Winter 2025.


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