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Agnes Hitzl aus Oberhofen haucht dem "Kleinen Bär" mit Illustrationen Leben ein

Martina Ebner, 25.01.2023 10:02

OBERHOFEN. Agnes Hitzl hat das neue Kinderbuch „Kleiner Bär macht einen Fehler“ illustriert. Autorin Simona Krammer stammt aus Vorchdorf. Die Fertigstellung des Buches hat etwa drei Jahre gedauert. Viele Stunden Arbeit, ein Haufen Verlagsablehnungen, ein erneutes Hinsetzen und Verbessern, intensives Lektorat und glückliche Zufälle waren die Zutaten. Tips bat Hitzl zum Interview.

Agnes Hitzl mit "Kleiner Bär macht einen Fehler" (Foto: Christoph Hitzl)
Agnes Hitzl mit "Kleiner Bär macht einen Fehler" (Foto: Christoph Hitzl)

Tips: Ist „Kleiner Bär macht einen Fehler“ das erste Buch, das Sie illustriert haben?

Agnes Hitzl: Ich habe jetzt zwei Kinderbücher fertiggestellt. Das zweite Buch „Team Buchstabenregen“ war eine Auftragsarbeit. 

Tips: Worum geht es im „Kleinen Bär“?

Hitzl: Es geht um zwei Freunde, Kleiner Bär und Biene. Kleiner Bär bestiehlt seine Freundin, weil er unbedingt ihren Honig haben will. Als sie den Diebstahl von Kleiner Bär entdeckt, ist sie erstmal schockiert und wird dann auch richtig wütend. Sie stürmt in sein Haus und klatscht ihm eine. Das tut auch Kleinem Bär weh. Doch die zwei besinnen sich, gehen wieder aufeinander zu und können sich versöhnen. Zum Ende teilt Kleiner Bär seinen anderen Honigschatz mit seiner Freundin und repariert den Schaden.

Geschichte zunächst in Reimform 

Tips:Wie ist das Kinderbuch entstanden? Wer hatte die Idee? Was steckt dahinter?

Hitzl: Simona Krammer, die Autorin, hatte die Idee zur Geschichte. Sie ist Volksschullehrerin und hat immer viel mit Kindern zu tun. Die Geschichte vom Kleinen Bären hat sie den Kindern lange live in Reimform erzählt. Die waren immer ganz begeistert von ihren Erzählungen. Die erste Version vom Kinderbuch war eigentlich auch in Reimform geschrieben, aber in der Zusammenarbeit mit der Lektorin hat sich das dann geändert.

Tips: Was steckt dahinter? 

Hitzl: Ich denke, in der Geschichte sind echt viele wertvolle Sachen drinnen. Einerseits soll das Buch die innere emotionale Reise, die man in einem Konflikt erlebt, widerspiegeln. Andererseits spricht mich das Thema „Sucht“, das in dieser Geschichte auch irgendwie drinnen steckt, an. Wenn man so will, ist Kleiner Bär süchtig nach Honig und dadurch kann man auch sehen, welche Probleme durch Sucht in einer Beziehung entstehen können.  

Tips: Wie ist die Zusammenarbeit mit der Autorin Simona Krammer zustande gekommen?

Hitzl: Simona ist gebürtige Vorchdorferin. Mit ihrem Mann und Kind lebt sie in Straßwalchen. Zusammengekommen sind wir so, dass ich auf der Suche nach einer Autorin war, weil ich gerne eine Geschichte illustrieren wollte. Über diesen Wunsch habe ich mal mit Simonas Schwiegermama geredet und die hat mich sozusagen an Simona vermittelt. Sie hat erzählt, dass Simona so gerne Geschichten erfindet.  

Glücklicher Zufall

Tips: Wie schwer war es, einen Verlag zu finden?

Hitzl: Die Verlagssuche haben wir uns definitiv einfacher vorgestellt. Mit der Erstfassung vom Buch hat uns jeder etablierte Verlag abgelehnt. Wir hatten das mit dem Verlag eigentlich auch schon aufgegeben und wollten es im Eigenverlag drucken lassen. Es kam aber zu einer glücklichen Fügung … wir wollten uns eigentlich nur Tipps von unserem jetzigen Verlag holen und er hat, ohne dass wir angefragt haben, das Projekt übernommen.  

Tips: Seit wann illustrieren Sie und worauf kommt es bei dieser Arbeit an?

Hitzl: Ich illustriere jetzt seit circa 2016. Für diese Arbeit ist es generell wahrscheinlich von Vorteil, wenn man gut alleine und selbstständig arbeiten kann, Ausdauer hat und ein gewisses Vorstellungsvermögen besitzt. Für die Kinderbuchillustration sollte man meiner Ansicht nach seinen persönlichen Malstil entwickeln, lange an einem Projekt arbeiten können und Freude an der Tätigkeit an sich haben.  

Agnes Hitzl stammt ursprünglich aus Koppl bei Salzburg. Durch ihren Mann lebt sie seit zehn Jahren in Oberhofen. Die ausgebildete Grafikerin hat drei Kinder (zehn, fünf bzw. zwei Jahre) und gemeinsam mit Ehemann Christoph seit 2019 das Wirtshaus von seinen Eltern übernommen. An ihren Illustrationen hat sie gearbeitet, wenn die Kinder geschlafen haben. „Das war sozusagen mein Ausgleich“, erzählt sie. Tips Vöcklabruck verlost auf www.tips.at drei Exemplare des Kinderbuches.


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