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MONDSEE. In Scharfling befindet sich die einzige Fischereifachschule Österreichs, in der alle heimischen Fischereifacharbeiter bzw. -meister ausgebildet werden.

  1 / 4   Seit 1953 gibt es die Fachschule für Fischereiwirtschaft, die einzige in ganz Österreich. (Foto: Wolfgang Hauer)

Seit 70 Jahren gibt es die Fachschule in Scharfling. Die Schule gehört zum Bundesamt für Wasserwirtschaft und ist das Kompetenzzentrum für Aquakultur und Fischerei in Österreich. Für die Fischereibranche gibt es keine eigene Berufsschule, daher finden in der Fachschule sogenannte „Berufsschulersatzkurse“ statt. Das Interesse an der Fischerei ist stark gestiegen; in den letzten 20 Jahren verzeichnete die Fachschule eine Verdreifachung der Abgänger. Aktuell absolvieren jährlich 15-20 Facharbeiter die Ausbildung; alle drei Jahre schließt etwa dieselbe Anzahl mit der Meisterprüfung ab.

Alle Fischereisparten vertreten

Die Kursteilnehmer kommen aus allen fachspezifischen Sparten wie beispielsweise Forellenaquakultur, Karpfenteichwirtschaft, Seenfischerei oder Aquakultur in Warmwasser-Kreislaufanlagen. Neben dem eigentlichen Handwerk der Fischzucht bzw. Fischerei liegt der Fokus der Ausbildung besonders auf dem Verständnis für die Biologie der Fische und der Gewässerökologie.  

Zahlreiche heimische Fischarten

Zu den der häufigsten heimischen Fischarten zählen beispielsweise Bach- oder Seeforelle, Saibling, Hecht, Barsch, Rotauge, Rotfeder, Perlfisch, Reinanken oder Barben. Im Bezirk Vöcklabruck werden vor allem Salmoniden, also forellenartige, gezüchtet. Im Mondsee und im Attersee gibt es etwa 25 verschiedene Fischarten, wobei Renken und Seesaiblinge für die lokale Fischerei die wichtigsten Arten sind.

Hervorragende Qualität

Fisch aus heimischen Gewässern hat viele Vorzüge wie die hervorragende Wasserqualität, kurze Transportwege und dadurch absolute Frische. Dies machen ihn zu einer guten Wahl für eine gesunde und nachhaltige Ernährung. Durch den Einkauf bei Fischereibetrieben in der Region wird zudem die heimische Wirtschaft gefördert.

Wassermangel wird zum Problem

Trotz des guten Zustands unserer regionalen Gewässer weist das Bundesamt für Wasserwirtschaft auf die aktuelle Problematik des Wassermangels hin - sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Umwelt. Zudem gefährden steigende Wassertemperaturen die sensiblen Ökosysteme. Die Experten appellieren, sich aktiv für den Schutz der heimischen Gewässer und deren Bewohner einzusetzen.


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