Mit der Naked Weinmesse startete die Revolution der guten Weine
VÖCKLABRUCK. Im OKH feierte die erste OÖ Bio- und Naturweinmesse Naked mit 52 Winzern und zahlreichen vinophilen Gästen den unverfälschten Genuss. DJs und Musiker sowie sonniges Wetter sorgten für Festivalstimmung.

Ein breites Fachpublikum sowie interessierte Gäste kamen ins OKH in Vöcklabruck angereist, um ausgewählte Spitzenweine zu verkosten. Bereits etablierte Namen, aber auch junge Talente präsentieren die Ergebnisse der vergangenen Ernten: vom würzigen Veltliner, fruchtigen Rosé und samtigen Cuvée bis zum prickelnden Pet Nat und ausgereiften Orange Wine. „Jeder Winzer hat sein kleines Weiniversum mitgebracht“, schildert Veranstalter und Event-Gastronom Sebastian Malz. „Wir durften viele spannende Menschen mit außergewöhnlichen Lebenswegen kennenlernen.“
Ehrlich und handverlesen
Gäste hatten die Möglichkeit, mit den Winzern ins persönliche Gespräch zu kommen. Es waren Gespräche über gesunde Böden, unverfälschte Aromen, ehrliche Handarbeit und Weingenuss ohne Kopfschmerzen. Das alles vereint die biologische und biodynamische Arbeitsweise. „Über Jahrzehnte hinweg hat der konventionelle Weinhandel bestimmt, wie guter Wein schmecken und aussehen soll. Naked eröffnet nun eine neue Geschmackswelt, in der es nichts zu verbergen gibt“, betont Christoph Hatheier, Mitveranstalter und Betreiber der Genusskramerei. Bei der biologischen oder biodynamischen Arbeitsweise wird gänzlich auf chemisch-synthetische Stoffe verzichtet. Daraus leitet sich unter anderem der Begriff Naked ab, den man szeneintern gerne für Naturweine verwendet. Österreichischer Naturwein ist im Ausland höchst gefragt: Die meisten Winzer exportieren mehr als die Hälfte ihrer Ware ins Ausland, vor allem nach Japan und Amerika. „Wir exportieren den reinsten Wein ans andere Ende der Welt und importieren stattdessen konventionelle Mischungen für die eigenen Regale“, resümiert Sebastian Malz. Das soll sich ändern.
Entdeckungsreise geht weiter
„Die Bio- und Naturwein-Revolution in Oberösterreich hat begonnen. An diesem Wochenende haben wir die Basis dafür geschaffen“, ergänzt Christoph Hatheier. In seiner Genusskramerei in Vöcklabruck bietet der Sommelière ausschließlich Weine aus biologischer und biodynamischer Landwirtschaft an. Einige Winzer haben sich bereits für Verkostungen vor Ort angeboten. Termine werden auf der Website zu finden sein (https://genusskramerei.at/).
„Ein großes Danke gilt unseren kulinarischen Partnern – Vb Kaffee, Peda Cola, Reisecker Eis und dem Genusspabst – sowie den DJs, Musikern und vielen Helferleins. Ohne die gute Zusammenarbeit hätten wir das alles nicht geschafft“, resümieren Christoph Hatheier und Sebastian Malz. Zum Abschluss wurden Umarmungen und ermutigende Worte ausgetauscht. Für alle Beteiligten war die erste Naked der erfolgreiche Auftakt für einen neuen Fixpunkt im jährlichen Genusskalender – damit Oberösterreich nicht nackert bleibt.


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