Aus ehemaliger Landwirtschaftsschule in Weyregg soll Bildungs- und Wohneinrichtung im Pflegebereich werden

Thomas Leitner Tips Redaktion Thomas Leitner, 19.11.2023 10:12 Uhr

WEYREGG. Seit der Eingliederung der landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschule Weyregg in das Agrarbildungszentrum Salzkammergut bemüht sich das Land Oberösterreich intensiv um eine sinnvolle Weiternutzung des Gebäudes. Vier Interessenten legten ein Angebot, das Bestangebot kommt von der VIVAG Vorsorge Immobilienveranlagungs AG, einem Unternehmen mit oberösterreichischer Aktionärsstruktur.

Im Herbst 2022 startete die Landesimmobilien GmbH (LIG) ein neues öffentliches Bieterverfahren. Vier Interessenten legten ein Angebot, das Bestangebot kommt von der VIVAG Vorsorge Immobilienveranlagungs AG, einem Unternehmen mit oberösterreichischer Aktionärsstruktur.

Laut Angaben des Bestbieters soll auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Grundstück eine Bildungs- und Wohneinrichtung im Pflegebereich errichtet werden. Der Kaufpreis für das Grundstück mit der Flächenwidmung „Sondergebiet des Baulandes, Landwirtschaftliche Schule“ beträgt 3,6 Millionen Euro. Kommenden Dienstag soll der Verkauf im Beirat der Landesimmobilien GmbH beschlossen werden.

„Ich freue mich, dass ein Unternehmen mit oberösterreichischer Aktionärsstruktur Bestbieter ist und die Liegenschaft in Weyregg hoffentlich bald wieder sinnvoll genutzt wird“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Weyregger Ortschef erfreut über geplante Nutzung

„Für mich sind das sehr gute Neuigkeiten. Seit über zehn Jahren steht die ehemalige Landwirtschaftsschule leer. Nun wissen wir, dass es einen neuen Käufer gibt“, freut sich der Weyregger Bürgermeister Michael Stur.

Besonders erfreut ist man über die geplante Kombination mit der das Gebäude künftig genutzt werden soll. 

„Nicht nur, dass der Käufer die Liegenschaft im Bestand sanieren möchte, sondern essoll wieder eine Bildungseinrichtung werden, welche noch dazu im Gesundheitswesen angesiedelt sein soll. Aus meiner Sicht kann es zum aktuellen Zeitpunkt keine bessere Nachricht für diese Liegenschaft, den Ort und die Region geben“, sagt Stur. 

„Ich bin überzeugt, dass wir uns im Gemeinderat und den relevanten Gremien zum einen nun auch diesem neuen Projekt mit der gewohnten Professionalität undGenauigkeit widmen werden und zum anderen freue ich mich darauf, die neuen Eigentümer nun kennen zu lernen, denn eine Investition in ein solches Objekt mit einer Vorgeschichte wie dieser, erfordert doch auch großen Mut. Zum momentanen Zeitpunkt sehe das jetzt als große Chance und möchte alle ermutigen, von Spekulationen, negativen Vermutungen oder Vorverurteilungen Abstand zu nehmen“, so der Ortschef. 

Kritik von Neos, SPÖ und Grünen

„Wir wundern uns über den niedrigen Kaufpreis und fordern als Volksvertretung von der Landesregierung mehr Transparenz zu diesem Verkauf sowie eine Klarstellung darüber, wie dieser Kaufpreis zustandekommt“, sagt NEOS Klubobmann und Landessprecher Felix Eypeltauer.

Nach Durchsicht der Beschlussunterlagen und Nachfragen in der Gemeinde durch Landesrat Kaineder, ist klar, dass es keine Zustimmung vom Grünen Landesrat in der Sitzung geben wird. „Hier sind zu viele Fragen offen. Ich habe mich bei den Gemeindevertreter in Weyregg erkundigt und musste feststellen, dass vor Ort zumindest niemand über den anstehenden Verkauf informiert ist. Weder Informationen zum Käufer noch dem geplanten Projekt sind der Gemeinde bekannt. Völlig unverständlich für mich, wie hier ohne Einbindung der Gemeinde und der gesamten Region ein Grundstück der Steuerzahler verkauft werden kann. Diese intransparente Vorgehensweise kann ich nicht tolerieren, daher wird es von mir keine Zustimmung zum Verkauf der Liegenschaft geben“, erklärt Kaineder.

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