SCHWANENSTADT. Zahlreiche Gäste waren am Freitag der Einladung von Bürgermeisterin Doris Staudinger zum Empfang in den Franz-Xaver-Süßmayr Saal der Musikschule gefolgt. Neben einem Blick auf die aktuelle Stadtpolitik durch die Bürgermeisterin gab es auch einen Festvortrag von Landesrätin Michaela Langer-Weninger zum Thema „Politik und Frauen“. Selbstverständlich blieb auch genug Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich an der gebotenen kulinarischen Stärkung zu erfreuen.

„Das neue Jahr bringt neue Ziele, neue Chancen und neue Erfahrungen, es gilt die Gelegenheit zu nutzen“, so die Bürgermeisterin in ihrem Eingangsstatement. „Mir geht es darum, weiterhin eine ehrliche, verständliche Politik in Schwanenstadt zu machen, die lösungsorientiert und optimistisch ist. Wir müssen gemeinsam die Themen angehen und für die Bevölkerung arbeiten.“ Doris Staudinger machte aber auch auf die schwierige Budgeterstellung 2024 zum Thema. Gestiegene Personalkosten, hohe Zinsen, eine Strompreiserhöhung und gestiegene Pflichtbeiträge würden es notwendig machen, Rücklagen aufzulösen und Aktien zu verkaufen, um den Finanzhaushalt ausgleichen zu können. „Es muss sich bei diesem Problem von oben her was tun“, so die Bürgermeisterin mit Verweis auf Land und Bund. Neben laufenden und geplanten Projekten sprach sie auch die sehr positive Bevölkerungsentwicklung in der Stadt an. Schwanenstadt wächst und hat, bezogen auf die Fläche, eine hohe Personendichte. Der aktueller Stand beträgt 5.310 Einwohner.
Diskussion über Wertigkeit
Festrednerin Michaela Langer-Weninger betonte in ihrer Rede, „dass man selbst einen Beitrag leisten muss, wenn man will, dass sich etwas bewegt“. Sie habe sich frauenpolitisch selbst nie als Vorbild gesehen. Die gebürtige Niederösterreicherin, die aus einer politischen Familie kommt, hat sich nach ihrem Umzug ins Mondseeland gesagt: „Willst du dabei sein, dann musst du dich einbringen und einen Beitrag leisten“. Nach ersten Aktivitäten in der Bauernschaft und im Sozialbereich, folgte der Landtag und die Landwirtschaftskammer. Als erste Frau in Österreich stand sie als Präsidentin einer Landwirtschaftskammer vor, nicht ohne dem einen oder anderen männlichen Misston. „Es gilt die Gleichwertigkeit in den Mittelpunkt zu stellen und mehr über diese Wertigkeit zu diskutieren“, so Langer-Weninger, die es generell als großes Glück bezeichnet, wenn man in Oberösterreich lebt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden