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Sieben Gemeinden planen ein gemeinsames überörtliches Radwegenetz

Emma Salveter, 17.05.2024 13:14

BEZIRK VÖCKLABRUCK. Radbeauftragte aus sieben Gemeinden trafen sich mit Polizei, Straßenmeisterei und Vertretern des Landes OÖ, um über die Radrouten zwischen den Gemeinden zu diskutieren.

Runder Tisch in Gampern (Foto: Christoph Stockinger/Gemeinde Gampern)
Runder Tisch in Gampern (Foto: Christoph Stockinger/Gemeinde Gampern)

In der Freizeit und an Wochenenden zieht es viele mit dem (E-)Bike hinaus ins Grüne. Im Alltag schwingen sich jedoch wenige in den Sattel: Laut aktueller Verkehrserhebung werden in Oberösterreich nur 5,6 Prozent der Wege mit dem Rad zurückgelegt. Das Potential für mehr Alltagsradfahrten ist daher groß: zwei Drittel der Wege, die in Oberösterreich täglich zurückgelegt werden, sind kürzer als 5 Kilometer und hätten somit eine perfekte Raddistanz. Hinzu kommt, dass das Radfahren gesund, kostengünstig und klimafreundlich.

Deshalb wollen die Gemeinde der Klima- und Energiemodellregion Vöckla-Ager dem Alltagsradfahren zu mehr Rückenwind verhelfen: Schritte in diese Richtung wurden bereits durch das Alltagsradprojekt „Aktiv-Netz“ Vöckla-Ager (Leaderprojekt) gesetzt, in welchem Hauptradrouten ausgearbeitet und Mängel und Lücken identifiziert wurden.

Die Gemeinde Gampern lud zum „Runden Tisch Alltagsradfahren“, um weitere Schritte in Richtung Alltagsrad-Region zu setzen: Vertreter und Radbeauftragte der Gemeinden Gampern, Seewalchen, Timelkam, Lenzing, Neukirchen, Vöcklamarkt und Berg, des Landes Oberösterreich, der Straßenmeisterei und Polizei trafen sich zum Dialog, um gemeindeübergreifende Alltagsradmaßnahmen weiterzuentwickeln und mögliche neue Radwege und -routen zwischen den Gemeinden zu diskutieren.

Radrouten sichtbar machen und ausbauen

Deutlich wurde, das bestehende Radrouten für die Bevölkerung noch besser sichtbar gemacht werden müssen: zum einen durch Aktualisierung der digital auffindbaren Radrouten, zum anderen durch eine angemessene Ausschilderung der Hauptrouten.

Um zusätzlich dazu systematisch auch weitere Radwege ausbauen zu können, die in Summe ein gut nutzbares alltagsradtaugliches Wegenetz ergeben, braucht es ein gut zwischen Land und Gemeinden abgestimmtes Vorgehen, weswegen für Herbst 2024 ein weiteres Treffen beschlossen wurde. Bis dahin soll das Stückwerk aus kommunalen Planungsschritten zum Radwegeausbau in ein größeres, regionales Bild zusammengeführt werden.


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