Vöcklabrucker Schüler helfen Schülern beim Reparieren
VÖCKLABRUCK. Die Schüler der Vöcklabrucker Don Bosco Schule BAfEP machten einen Besuch der besonderen Art an der HTL Vöcklabruck. Sie hatten kaputte Mixer, Staubsauger, Elektronikspiele und mehr im Gepäck.

Das Ziel der Mission lautete: reparieren statt wegwerfen. Tatkräftige Unterstützung bekamen die BAfEP-Schüler dabei von den Schülern und Lehrern der HTL Vöcklabruck. Das Team vom Otelo Vöcklabruck führte Interviews mit vielen Beteiligten. In einem gemeinsamen Reparatur-Café an der HTL wollten die Schüler ihren kaputten Dingen wieder neues Leben einhauchen. Und die Erfolgsbilanz des Reparatur-Vormittags kann sich sehen lassen: rund 60 Prozent der mitgebrachten Dinge konnten durch kleine Kniffe und Tricks mit Unterstützung der HTL-Schüler repariert werden. Manchmal genügte schon die Reinigung eines verstaubten Staubsaugers oder der Tausch eines Kabels. Die Schüler waren voll konzentriert bei der Arbeit und Spannung, Freude und Begeisterung waren deutlich spürbar.
Aus den Interviews sind folgende Wortmeldungen erwähnenswert: „Wir haben es selbst geschafft; war sehr unterhaltsam; nette Reparaturhelfer mit gutem Fachwissen; Hilfsbereitschaft u. offene Art von allen; man darf mithelfen und dabei lernen“.
Eine wichtige Lektion, die sich die Teilnehmer, neben vielen reparierten Geräten, auch mit nach Hause nehmen konnten war, dass durch ein Revival des Reparierens nicht nur das Geldbörserl, sondern auch Ressourcen geschont werden. Von der Freude am Reparieren mal ganz abgesehen.
Repair-Cafés finden mittlerweile weltweit statt und sind ein Lichtblick in der heutigen Wegwerfkultur: meist organisieren Ehrenamtliche einen Raum, Werkzeug und Reparaturhelfer, die gerne tüfteln und reparieren. In Vöcklabruck findet das nächste öffentliche Repair-Café am Freitag, 15. November von 14 Uhr bis 17 Uhr statt (im OKH, ehrenamtlich organisiert vom Verein Otelo).
Reparaturen durch den Fachhandel (Waschmaschinen, Handy, Laptop etc.) werden durch den „Reparatur-Bonus“ unterstützt: das heißt 50 Prozent der Kosten werden vom Staat übernommen ( www.reparaturbonus.at ).


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