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BEZIRK VÖCKLABRUCK. Das Jahr 2025 zählt weltweit zu den heißesten seit Beginn der Messgeschichte und brachte auch im Bezirk Vöcklabruck überdurchschnittliche Temperaturen sowie deutlich zu wenig Niederschlag.

Landesrat Stefan Kaineder in einem durch Dürre trocken gefallenen Flussbett (Foto: Land OÖ/Werner Dedl)

Die Klimakrise macht auch vor dem Bezirk Vöcklabruck nicht Halt. An der Wetterstation in Wolfsegg wurden im Jahr 2025 fünf Hitzetage (Tage, an denen die Tageshöchsttemperatur 30 Grad Celsius erreicht oder überschreitet) gemessen. Im Vergleichszeitraum 1961 bis 1990 gab es durchschnittlich nur zwei solcher Hitzetage pro Jahr. Weiters wurden im Jahr 2025 insgesamt fünf Tropennächte verzeichnet. Im Vergleichszeitraum 1961 bis 1990 gab es im Schnitt gar keine Tropennächte pro Jahr. Die Nacht vom 14. August 2025 war die fünftheißeste seit Beginn der Messgeschichte in Wolfsegg.

„Das Jahr 2025 zeigt uns eindringlich, dass der menschengemachte Klimawandel längst Realität ist. Jedes Jahr ohne wirksame Maßnahmen verschärft die Klimakrise und ihre Auswirkungen“, warnt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder bei der Präsentation der Klimabilanz.

Wenig Niederschlag 

Oberösterreich verzeichnete im Jahr 2025 eine landesweite Niederschlagsabweichung von minus 22 Prozent gegenüber dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Besonders betroffen war das Inn- und Hausruckviertel, zu dem auch der Bezirk Vöcklabruck zählt. In Teilen der Region fehlte mehr als ein Drittel der üblichen Jahresniederschlagsmenge, was zeitweise Auswirkungen auf Landwirtschaft und Wasserhaushalt hatte.

Größere Ernteschäden blieben vor allem aufgrund der feuchtkühlen Witterung im Juli aus, dennoch gelten die Grundwasservorräte weiterhin als angespannt.

Klimaexperte Alexander Ohms (Geosphere Austria) erklärt: „Der verregnete und kühle Juli mag zwar subjektiv unerfreulich für viele Menschen gewesen sein, ist aber kein Zeichen für eine Verlangsamung der generellen Erwärmung. Im Bergland war 2025 sogar das zweitwärmste Jahr der 258-jährigen Messgeschichte!“

Keine Rekorde

Im Vergleich zur Referenzperiode 1991 bis 2020 lagen die Temperaturen 2024 um 0,7 °C höher. 2025 zeigte ein deutlich abwechslungsreicheres Bild: Lange Hitzephasen waren selten, in den Niederungen gab es immer wieder unterdurchschnittliche Temperaturen, etwa durch Hochdrucklagen mit Nebelfeldern im Winter und Jahresausklang. In den alpinen Regionen war es hingegen über längere Zeit deutlich zu warm: Die Wetterstation Feuerkogel (1.618 m) verzeichnete das zweitwärmste Jahr der Messgeschichte.

Die Jahresrekorde blieben entfernt: Höchsttemperatur 35,4 °C am 2. Juli in Schärding, Tiefstwert -17,9 °C am 20. Februar in Liebenau-Gugu.

Größter Massenverlust der Geschichte am Dachsteingletscher 

Ein besonders eindrückliches Beispiel für Klimafolgen in Oberösterreich ist der Hallstätter Gletscher. Im hydrologischen Jahr 2024/25 erlebte dieser Gletscher den größten gemessenen Massenverlust seiner Beobachtungsgeschichte.


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