INNERSCHWAND. Nach 18 Jahren endet das Entwicklungsprojekt des Vereins Daraja – die Brücke in der kenianischen Kleinstadt Emali. Seit 2007 wurden dort HIV-positive Menschen unterstützt. Am Projekt beteiligt war auch die Innerschwanderin Andrea Mayrhofer.

Mit Mikrokrediten, Trainings für Geschäftsideen, medizinischer Versorgung sowie Unterstützung beim Schulbesuch von Kindern leistete der Verein einen wichtigen Beitrag vor Ort. Andrea Mayrhofer war von 2007 bis 2017 im Vorstand tätig und besuchte das Projekt viermal persönlich. „Es ist schön zu sehen, dass unsere Hilfsmaßnahmen Wirkung gezeigt haben. Dort, wo HIV/AIDS vor zwei Jahrzehnten noch mit starkem Stigma verbunden war, begegnen sich heute selbstbewusste Selbsthilfegruppen, die sich gegenseitig stärken“, gibt Andrea Mayrhofer einen Einblick in die Entwicklung.
Landwirtschaftliche Gemeinschaftsprojekte wie eine Baumschule oder ein Ziegenzuchtverein sind entstanden. Hunderte HIV-positive Erwachsene und Kinder profitierten von der Arbeit der Sozialarbeiter, des Krankenpflegers und des Alphabetisierungslehrers der Partnerorganisation und konnten Schritte in Richtung wirtschaftlicher Selbstständigkeit setzen – ganz im Sinne des Leitgedankens von Daraja: Hilfe zur Selbsthilfe.
Nach so langer Zeit fällt das Beenden des Projekts schwer. Die zeitlichen Kapazitäten des rein ehrenamtlich tätigen Vorstandsteams sowie rückläufige Spenden- und Entwicklungsgelder führten jedoch zu diesem Schritt.
Der Verein bedankt sich bei allen Mitgliedern, Spendern und Sponsoren für die teils jahrelange Unterstützung des Projekts. Gemeinsam konnte viel Positives bewegt werden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden