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293 Radplätze sollen am Bahnhof Vöcklabruck den Umstieg auf die Bahn leichter machen

Thomas Leitner, 02.05.2026 15:13

VÖCKLABRUCK. Mehr Radplätze, neue Parkregeln und Pläne für zusätzliche Pkw-Stellflächen: Am Bahnhof Vöcklabruck wird die Anreise zur Bahn neu geordnet.

Statt bisher 131 stehen nun 293 Fahrrad Abstellplätze zur Verfügung. Zusätzlich wurde das Angebot für Mofas von 3 auf 13 Stellplätze ausgebaut. (Foto: ÖBB/Windsperger)

Am Bahnhof Vöcklabruck tut sich etwas: Wer künftig mit dem Fahrrad zur Bahn fährt, bekommt deutlich mehr Platz. ÖBB, Land Oberösterreich und Stadt Vöcklabruck haben die Bike&Ride-Anlage modernisiert und massiv erweitert.

Mehr als doppelt so viele Radplätze

Statt bisher 131 stehen nun 293 Fahrrad-Abstellplätze zur Verfügung. Auch das Angebot für Mofas wurde von drei auf 13 Stellplätze ausgebaut. Damit reagieren die Partner auf einen klaren Trend: Immer mehr Menschen wollen den Weg zum Bahnhof schnell, flexibel und umweltfreundlich zurücklegen.

Für Wolfgang Tötschinger von der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH beginnt Mobilität nicht erst im Zug. Ziel sei es, dass Bahnkunden bequem und nachhaltig zum Bahnhof kommen. Die neue Anlage soll genau diesen Umstieg einfacher machen.

Entlastung für die Stadt

Auch Vöcklabrucks Bürgermeister Peter Schobesberger sieht im Ausbau einen wichtigen Schritt. Mehr Fahrradverkehr zum Bahnhof könne Verkehr und Parkplatzdruck im Stadtgebiet reduzieren. Je mehr Menschen das Rad für den Weg zum Zug nutzen, desto lebenswerter werde die Stadt.

Landesrat Günther Steinkellner betont, dass das Land Oberösterreich gezielt dort investiere, wo der Umstieg auf den öffentlichen Verkehr bereits am Beginn der Wegstrecke ansetzt. Moderne Bike&Ride-Anlagen seien dafür ein wichtiger Baustein.

Neue Regeln fürs Parken

Neben der Fahrrad-Offensive bleibt auch die Pkw-Parksituation ein Thema. In Vöcklabruck wurde bereits eine Zufahrtskontrolle mit Öffi-Ticket eingeführt. Anfang Mai folgt die kostenpflichtige Nutzung der Parkflächen. Damit sollen die Stellplätze gezielt Bahnkunden zur Verfügung stehen.

Nach Anregungen von Landesrat Steinkellner wurde das Modell um Angebote für regelmäßige Nutzer ergänzt: Monatsparktickets kosten 29 Euro, Jahresparktickets 290 Euro.

Weitere Stellplätze werden geprüft

Als weiterer Schritt liegt eine Machbarkeitsstudie für rund 100 zusätzliche Pkw-Stellplätze vor. Auf dieser Basis laufen nun konkrete Planungen mit Stadt und Land Oberösterreich. Eine Umsetzung ist laut aktuellem Stand frühestens ab 2027/2028 möglich.


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