Vöcklabruck-Budget beschlossen: Breite Mehrheit trotz Polit-Zoff
VÖCKLABRUCK. Mit breiter Mehrheit hat Vöcklabruck sein Budget fixiert. Doch Stadtplatz, Schulen und Social Media sorgten im Gemeinderat für scharfe Debatten.

Vöcklabrucks Gemeinderat setzte diesmal schon vor Sitzungsbeginn ein Zeichen: Viele Mandatare kamen im Rahmen der „GEHmeindeRAD-Sitzung“ zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Klimafreundlich ging es los – politisch wurde es danach deutlich hitziger.
Budget mit Kompromissen
Im Mittelpunkt stand das Budget der Stadt Vöcklabruck. Nach mehreren Abstimmungen wurde es mit großer Mehrheit beschlossen. Eingearbeitet wurden Anliegen mehrerer Fraktionen: Planungskosten für eine mögliche Stadtplatzumgestaltung, eine Studie zur künftigen Nutzung des alten Gebäudes der Polytechnischen Schule sowie Anpassungen bei den Verfügungsmitteln.
Diese Mittel sollen großteils Vereinen zugutekommen, die von Härteausgleichsmaßnahmen betroffen sind. Auch der FPÖ-Wunsch nach mehr Geld für den Zivilschutzverband wurde berücksichtigt. Trotzdem stimmte die FPÖ dem Budget am Ende nicht zu – ohne Wortmeldung oder Kommentar.
Stadtplatz sorgt für Streit
Bürgermeister Peter Schobesberger sprach von vielen Gesprächen und Kompromissen. „Um in schwierigen finanziellen Zeiten handlungsfähig zu bleiben, mussten viele unterschiedliche Maßnahmen berücksichtigt werden“, sagte er.
Heftig diskutiert wurde die Stadtplatzplanung. Bildungsstadträtin Bianca Lindinger (SPÖ) stellte klar: „Unsere Priorität ist die dringende Sanierung der Mittelschule. Nicht das ziellose Umgraben des Stadtplatzes.“ Die SPÖ trug zwar Planungskosten im Budget mit, lehnte aber die konkrete Vergabe von Planungsleistungen ab.
Kritik an Social Media
ÖVP und Grüne kritisierten zudem die Social-Media-Aktivitäten des Bürgermeisters. Schobesberger sprach von einer „Neiddebatte“ und betonte, er bewerbe Veranstaltungen, Einrichtungen und Betriebe in seiner Freizeit selbst.
Trotz aller Reibereien blieb am Ende ein Signal: In Vöcklabruck gibt es Streitpunkte – aber auch einen breiten Willen zur Zusammenarbeit.


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