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SALZKAMMERGUT. Wie sieht der Wald von morgen aus? Kostenlose Führungen der Bundesforste zeigen in Hallstatt und St. Lorenz, wie klimafitte Mischwälder entstehen.

Wald der Zukunft Führung (Foto: oebf/Michael Stabentheiner)
Wald der Zukunft Führung (Foto: oebf/Michael Stabentheiner)

Der Klimawandel setzt Österreichs Wälder zunehmend unter Druck. Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer machen vielen Beständen zu schaffen. Wie der „Wald der Zukunft“ aussehen kann, zeigen die Österreichischen Bundesforste bei kostenlosen Führungen von Ende August bis Mitte September. Auch im Salzkammergut können Interessierte direkt vor Ort erleben, wie Wälder widerstandsfähiger gemacht werden.

Waldumbau in Hallstatt erleben

Besonders spannend für die Region ist die Führung im Echerntal bei Hallstatt. Dort zeigen Experten, wie einst einseitig aufgebaute Fichtenbestände Schritt für Schritt in artenreiche Mischwälder verwandelt werden. Tannen und Buchen spielen dabei ebenso eine Rolle wie seltenere Baumarten.

Denn Vielfalt gilt als wichtiger Schlüssel für einen klimafitten Wald. Unterschiedliche Baumarten reagieren verschieden auf Hitze, Trockenheit, Stürme oder Schädlinge und können so das Risiko großflächiger Schäden reduzieren.

„Unsere Wälder stehen durch Wetterextreme wie Hitze und Trockenheit unter großem Druck. Bei den Führungen möchten wir möglichst vielen Menschen zeigen, wie die Bundesforste durch aktive Bewirtschaftung den Waldumbau vorantreiben und warum klimafitte Mischwälder eine entscheidende Grundlage für unsere Zukunft sind“, erklärt Andreas Gruber, ÖBf-Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz.

Schutzwald an der Drachenwand

Ein weiterer regionaler Termin führt nach St. Lorenz an der Drachenwand. Dort steht die aufwendige Pflege steiler Schutz- und Bannwälder im Mittelpunkt. Diese Wälder erfüllen eine besonders wichtige Funktion: Sie schützen unter anderem Siedlungen und Infrastruktur vor Naturgefahren.

Auch im Kobernaußerwald bei St. Johann am Walde öffnen die Bundesforste den Blick hinter die Kulissen ihrer Arbeit. Dort erfahren die Teilnehmer unter anderem, wie Borkenkäfer gefangen und überwacht werden und welche Schäden die nur wenige Millimeter großen Insekten im Wald anrichten können.

Drei Stunden mit den Wald-Experten

Die Führungen dauern rund drei Stunden und richten sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Neben den Folgen des Klimawandels geht es um Naturverjüngung, geeignete Baumarten, nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Frage, wie Wälder langfristig stabil gehalten werden können. Zum Abschluss ist eine kleine Stärkung vorgesehen.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen. Alle Termine und die Anmeldung gibt es unter www.wald-der-zukunft.at.

Termine der kostenlosen Waldführungen

  • St. Ulrich bei Steyr und Hallstatt am 11. September jeweils um 9 Uhr
  • St. Lorenz und St. Johann am Walde am 12. September jeweils um 9 Uhr
  • Altaussee um 15 Uhr

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