Naturparkschulen erforschen, was gesunde Böden brauchen
STEINBACH. Trockenheit, Starkregen und Felsstürze. Im Projekt TERRA erforschen Schüler, warum gesunde Böden für Natur und Menschen unverzichtbar sind.

Wie sieht ein gesunder Boden aus und wie lässt er sich schützen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Kinder und Jugendliche aus fünf Schulen im Naturpark Attersee-Traunsee. Im Projekt TERRA untersuchen sie gemeinsam mit Lehrern und Forschern verschiedene Bodenarten.
Hightech-Labor kommt in den Wald
Den Auftakt macht im Herbst der Waldboden. Ein Höhepunkt ist der Besuch des „Spähikel-to-Go“, eines Naturvermittlungsprojekts der Österreichischen Bundesforste. Mit moderner Ausrüstung können die Schüler den Wald genauer erforschen. Bioakustik-Geräte machen dabei sogar Geräusche aus der Natur hörbar.
Das mobile Forschungslabor bringt Wissenschaft direkt in den Wald. Die jungen Teilnehmer untersuchen, was einen gesunden Waldboden ausmacht und welche wichtigen Aufgaben er im Ökosystem übernimmt. Die Trockenheit der vergangenen Monate zeigt besonders deutlich, welche Bedeutung intakte Böden für Biodiversität und Nahrungsmittelproduktion haben.
Vom Gartenboden bis ins Gebirge
Im Frühjahr rückt der Gartenboden in den Mittelpunkt. Biobäuerin und Naturvermittlerin Sabine Ablinger vermittelt, wie fruchtbare Erde geschützt und gestärkt werden kann. Im zweiten Projektjahr beschäftigen sich die Schulen mit Böden im Gebirge. Dabei werden unter anderem Rutschungen, Felsstürze und die Bedeutung der Almen untersucht.
Initiiert und begleitet wird TERRA vom Grazer Forschungsverein IFZ rund um Anita Thaler in Kooperation mit dem Naturpark Attersee-Traunsee. „Das Salzkammergut eignet sich durch seine vielseitige Natur perfekt für dieses Projekt. Es geht darum, Schüler für die Bedeutung dieser Vielfalt zu sensibilisieren und dafür, wie wichtig ihr Schutz ist“, erklärt Thaler.
Das Projekt soll außerdem Strategien gegen Klima-Angst entwickeln und jungen Menschen zeigen, wie sie selbst zum Schutz des Ökosystems beitragen können. Finanziert wird TERRA von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.








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