246 Kilometer auf den Spuren der Frankenburger Exulanten
FRANKENBURG/SULZBÜRG. Vor 400 Jahren machten sich rund 300 protestantische Familien aus dem Landl ob der Enns auf den beschwerlichen Weg nach Sulzbürg in der Oberpfalz. Eine Gruppe aus Frankenburg folgte nun ihren Spuren und legte bei der „AusWanderung 2026“ in zwölf Etappen insgesamt 246 Kilometer zu Fuß zurück.

Die Wanderung sollte die historische Leistung der damaligen Auswanderer erfahrbar machen und gleichzeitig die Geschichte der Exulanten entlang der Strecke bekannter machen. Trotz Blasen, Wunden und anderer Blessuren hielten die Teilnehmer durch und erreichten pünktlich zur Kirchweih ihr Ziel.
In Bayern stieß das Projekt auf großes Interesse. Die Gruppe wurde von mehreren Medien begleitet und erhielt entlang des Weges zahlreiche Rückmeldungen von Menschen, die sich für die Geschichte der Frankenburger Exulanten interessierten. Unterwegs entstanden viele Gespräche und Begegnungen, bei denen die Wanderer auch über das Frankenburger Würfelspiel und die Geschichte der Auswanderung erzählten.
In Sulzbürg wurden die Frankenburger schließlich von zahlreichen Bewohnern empfangen. Bürgermeister Martin Hundsdorfer würdigte die Leistung der Wanderer und betonte die historische Bedeutung der Aktion. Drei Tage lang wurden die Gäste aus Frankenburg bei der Kirchweih gefeiert, unter anderem bei einem ökumenischen Gottesdienst. Besonders bewegend war die Begegnung mit Nachkommen der damaligen Exulanten, die den Wanderern für ihre Ausdauer und dafür dankten, die Geschichte ihrer Vorfahren auf diese Weise wieder lebendig gemacht zu haben.
Die Gruppe gab sich während der Wanderung den Namen „Frankenburger WunderWanderWürfler“. Die Idee zur AusWanderung stammte von Ernst Aicher aus Redleiten und wurde als Projekt der Würfelspielgemeinde unter Federführung von Ex-Obmann Michael Neudorfer umgesetzt.








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