60 Jahre St. Josefs Kirche Timelkam
TIMELKAM. Beim heurigen Pfarrfest am 28. Juni feierte die Pfarre das 60jährige Bestandsjubiläum der St. Josefs Kirche. Wie kommt der über 500 Jahre bestehende Markt zu einer so jungen Kirche?

Das Dorf und später der Markt Timelkam war über Jahrhunderte der Pfarre Schöndorf (erstmals erwähnt 824) eingegliedert. Die mit der Gründung des Stiftes St. Anna in Oberthalheim erbaute St. Anna Kirche stand ausschließlich dem Paulaner Orden zur Verfügung und wurde erst nach der Aufhebung des Klosters 1784 zur Pfarrkirche von Timelkam bestellt. Auch die 1732 erbaute Johannes-Kirche im Markt Timelkam war eine Privatkirche der Herrschaft Wartenburg. Erst 1951 wurden die Pfarrechte von Oberthalheim nach Timelkam verlegt und die Johanneskirche als Pfarrkirche bestimmt. Diese konnte allerdings in räumlicher Sicht dem raschen Bevölkerungszuwachs in Timelkam nicht standhalten, sodass 1964 mit dem Bau eines neuen Pfarrzentrums begonnen wurde, der mit der Fertigstellung der St. Josefs-Kirche seinen feierlichen Abschluss fand.
Heute kann man das junge Alter der St. Josefs Kirche schon allein am Baustil ziemlich genau definieren. Das neue Pfarrzentrum mit der St. Josefs Kirche wurde in Abstimmung mit den öffentlichen Stellen auf dem heutigen Platz im neuen Zentrum des Marktes mit Gemeindeamt, Kaufgeschäften, Arztpraxen, Bank, Post und Polizei geplant und errichtet. Der Platz zwischen Rathaus und dem Pfarrzentrum wird als nunmehriger Kirchen- und Rathausplatz gut angenommen.
Als besondere Einrichtungsgegenstände sieht man in der Kirche den vom örtlichen Künstler Helmuth Wiesinger geschaffenen Kreuzweg mit dem Auferstehungsbild.
Im heurigen Frühjahr erfuhr die Kirche mit der Übergabe der vom Krippenbaumeister-Ehepaar Hans-Peter und Petra Kastinger und seinem Team aufwändig gebauten Fastenkrippe eine wesentliche und einmalige Bereicherung der Kircheneinrichtung.








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