Nach Wirbel um New Yorker Brot legt ein Bäcker vom Attersee nach
WEYREGG/ATTERSEE. Ein Grazer Brot macht in New York Schlagzeilen. Jetzt kommt eine augenzwinkernde Antwort vom Attersee: Die Bäckerei Reider zeigt ihr Bergsteigerbrot im „New York Style“ – um sieben Euro.

Dieses Brot hat es in die Schlagzeilen geschafft: 60 Dollar kostet ein rund 1,5 Kilogramm schwerer Roggen-Sauerteiglaib des Grazer Bäckers Martin Auer in New York. Ein stolzer Preis, der für Gesprächsstoff sorgt – bis an den Attersee. Dort bekommt die Geschichte jetzt eine charmante Fortsetzung.
Die Bäckerei Reider in Weyregg bringt ihr „Steinbacher Bergsteigerbrot“ ins Spiel. Bodenständiger Name, selbstbewusster Auftritt und neuerdings eine Prise Weltstadt: „New York Style“ nennt der Betrieb sein Brot augenzwinkernd. Zu haben ist es um sieben Euro.
Ein Brotvergleich mit einer Portion Schmäh
Im Instagram-Video übernimmt die Frau des Bäckers die Bühne – und hält das Bergsteigerbrot in die Kamera. Ihre Einschätzung: So groß seien die Unterschiede zum viel diskutierten New Yorker Brot eigentlich gar nicht. Beide seien handgemacht, würden mit selbst hergestelltem Natursauerteig gebacken und schmeckten sehr gut, erklärt sie sinngemäß.
Eine kleine Wortmeldung mit ordentlich Selbstbewusstsein. Denn während österreichisches Roggenbrot in Manhattan als besondere Spezialität Aufmerksamkeit bekommt, will man sich am Attersee mit dem eigenen Handwerk offenbar nicht verstecken.
Nach Angaben des Betriebs steckt im Bergsteigerbrot 100 Prozent Roggen, gebacken wird mit Natursauerteig. Auch Auer setzt in seinem New Yorker Geschäft „RYE“ auf Roggensauerteigbrot und verwendet dafür Bio-Roggen aus Österreich. Die gemeinsame Basis ist also da. Ob die Brote tatsächlich ähnlich schmecken, bleibt allerdings eine Frage für eine vergleichende Verkostung.
Große Bühne für ein Stück Österreich
Den Erfolg in New York muss man dem Grazer deshalb keineswegs madig machen. Mit österreichischem Brot mitten in Manhattan anzutreten, ist eine mutige Geschäftsidee. Auer gibt einem vertrauten Lebensmittel eine große Bühne – und sorgt damit auch für Aufmerksamkeit für heimisches Backhandwerk.
Den New Yorker Preis erklärt sein Sohn Tim mit den hohen Kosten vor Ort und importierten Rohstoffen.
Der Weyregger Beitrag greift das New Yorker Preisniveau auf und setzt ihm eine regionale Variante entgegen: ein New Yorker Brot am Jausenbrettl, ergänzt um Selbstbewusstsein vom Attersee.








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