Kinderbetreuung im Bezirk Vöcklabruck: Weniger Top-Gemeinden
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Die Kinderbetreuung im Bezirk Vöcklabruck weist weiterhin große Unterschiede auf. Das zeigt der aktuelle Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer Oberösterreich (AK).

Heuer schaffen 15 Gemeinden die höchste Kategorie 1A, im Vorjahr waren es noch 21. Der Anteil liegt mit 28,9 Prozent unter dem oberösterreichweiten Durchschnitt von rund 36 Prozent. Mondsee und Oberwang wurden wegen zu vieler Schließtage zurückgestuft, Redlham fiel von A auf B und Wolfsegg von B auf C.
Besonders schwierig ist die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. In manchen Gemeinden beginnt die Aufnahme erst ab dem 18. Lebensmonat, teilweise sogar erst mit zwei Jahren. Nur Pilsbach und Vöcklabruck erreichen in dieser Altersgruppe die Kategorie 1A. Bei den Drei- bis Sechsjährigen sind es elf Gemeinden, darunter Attnang-Puchheim, Frankenmarkt, Lenzing, Regau und Vöcklabruck.
Schließzeiten als Herausforderung
Zehn Gemeinden überschreiten bei den Kindergärten die gesetzlich vorgesehene Grenze von fünf Wochen Schließzeit pro Jahr, bei den Krabbelstuben sind es acht. Auch bei der Betreuung von Volksschulkindern sieht die AK Aufholbedarf: Nur vier Gemeinden erreichen Kategorie A, 20 werden mit B bewertet.
AK-Präsident Andreas Stangl betont die Bedeutung verlässlicher Betreuungsangebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Arbeiterkammer fordert daher einen Rechtsanspruch auf einen qualitativ hochwertigen Betreuungsplatz vom zweiten Lebensjahr bis zum Ende der Volksschule. Die Ergebnisse aller Gemeinden sind im AK-Kinderbetreuungsatlas 2026 abrufbar.








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