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VÖCKLABRUCK. Dass die schon lange andauernde Pandemie psychische Probleme bei Menschen auslöst bzw. verstärkt, zeigt sich auch in den Beratungsgesprächen von „Beziehungleben“ in Vöcklabruck.

Andrea Reisinger (Foto: Foto Humer, Lenzing)
Andrea Reisinger (Foto: Foto Humer, Lenzing)

„Während in den vergangenen Jahren die Mehrzahl der Gespräche Paarkonflikte zum Inhalt hatte, gefolgt von Trennungsberatungen und psychischen Problemen, waren heuer erstmals bei einem Viertel der Beratungen seelische Nöte der Grund, warum unser Angebot in Anspruch genommen wurde“, berichtet Andrea Reisinger, Stellenkoordinatorin der Beratungsstelle in Vöcklabruck.

Anderer Blickwinkel

„Reden hilft“, berichten viele Menschen nach einem Beratungsgespräch. Wenn sie über Ängste, Sorgen und Nöte im therapeutisch geführten Gespräch reden, können sie einen anderen Blick auf die persönliche Lebenssituation bekommen. „Nicht alles ist lösbar, aber ich kann Schritte setzen, damit Schwieriges lebbar wird.“ Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit stärkt das Vertrauen in die eigenen Kräfte und die Zuversicht.

Beinahe verdoppelt haben sich die Beratungen zu Erziehungsfragen. Eltern holen sich vermehrt Unterstützung, um für ihre Kinder und deren Nöte und Sorgen da sein zu können. Wenn sich Eltern gestärkt fühlen, können sie auch ihre Kinder stärken. „Ich weiß jetzt, dass ich mir auch Zeit für mich nehmen darf, um gut für mein Kind da sein zu können“, resümiert eine Frau.

Beratung

Wer Unterstützung und Klärung für eine Lebenssituation sucht, kann einen Beratungstermin in Präsenz oder via Telefon unter Tel. 0732/773676 (Terminvereinbarung für ganz Oberösterreich) vereinbaren. Montags zwischen 14 und 16 Uhr sind Erstgespräche ohne Terminvereinbarung im Pfarrhofgries 1, 4840 Vöcklabruck, möglich.


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