Volkshilfe kämpft gegen die Armut an
VÖCKLABRUCK. Zum Tag der Armut forderte die Volkshilfe Vöcklabruck treffsichere Maßnahmen, wie eine Erhöhung der Mietbeihilfe und die Einführung einer Kindergrundsicherung. Und um sofort zu helfen, wurden Kunden von Supermärkten um die Spende von Lebensmitteln für die Sozialmärkte gebeten.

„Wir verzeichnen in unseren Sozialmärkten eine Steigerung der Kundenfrequenz von 20 Prozent, Tendenz steigend. Denn die Teuerungswellen sind mittlerweile auch in der Mittelschicht spürbar“, erklärt Hermann Krenn, Vorsitzender des Volkshilfe-Bezirksvereines Vöcklabruck.
Er ergänzt: „Die Teuerung schlägt jeden Tag und bei jeder Zahlung zu und sie trifft Menschen mit geringen Einkommen und ihre Kinder ungleich härter. Und wir befürchten für den Winter und das kommende Frühjahr eine weitere gravierende Verschlechterung.“ Er fordert kurz- und langfristige Maßnahmen, die Menschen, Familien und deren Kinder vor Armut schützen und es betroffenen Familien nachhaltig ermöglichen, aus Armutssituationen zu entkommen. Zu diesen Forderungen zählen unter anderem die Erhöhung der Wohnbeihilfe, die kostenlose Energieversorgung für Armutsbetroffene und wiederkehrende Direktzahlungen gegen hohe Lebensmittelpreise.
„Diese kurzfristigen Maßnahmen würden besonders gefährdete Gruppen sofort entlasten. Darüber hinaus braucht es aber auch langfristige Maßnahmen wie die Einführung einer sozial gestaffelten Kindergrundsicherung für alle Kinder in Österreich. Unsere Alpenrepublik könnte damit der erste Staat der Erde sein, der die Kinderarmut abgeschafft hat“, so Krenn.


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