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BEZIRK VÖCKLABRUCK. Kürzlich fand die Bezirksstellenversammlung des Roten Kreuzes statt, verbunden mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr. Emotionales Highlight war das Interview mit einem der Gewinnerteams von mission humanity. 

Allein im Rettungsdienst leisten die Freiwilligen um die 190.000 Stunden im Jahr. (Foto: OÖRK/Vöcklabruck)

Es war ein stimmungsvoller Abend mit vielen Ehrengästen und schönen Momenten. Besonders emotional wurde es, als Bezirksgeschäftsleiter Gerald Schuster eines der drei Gewinnerteams der diesjährigen „mission humanity“ auf die Bühne bat. Barbara Unger und zwei der Schülerinnen aus der 3BB der Don Bosco-Schulen aus Vöcklabruck erzählten von ihrem Projekt, mit ukrainischen Waisenkindern gemeinsame Aktivitäten zu unternehmen. Die Beziehungen, die dabei entstehen und das wachsende Zutrauen der ukrainischen Kinder, die harte Zeiten durchleben, schilderten Unger, Johanna Watzinger und Marlene Sageder sehr lebendig und berührend. Die Welt im direkten Umfeld ein bisschen besser machen ist der Anspruch von „mission humanity“ – wie das gelingt, war an diesem Abend für alle Anwesenden sehr spürbar.

Erfolgreiches Jahr 2022

Die Bereitschaft der Bevölkerung, Blut zu spenden war auch 2022 wieder hoch, was lebenswichtig ist und wofür das Rote Kreuz sehr dankbar ist. Nahezu 5.700 Blutspenden konnten im Jahr 2022 genommen werden. Im vergangenen Jahr leisteten 2.054 Mitarbeiter Erste Hilfe bei Notfällen, transportierten Patienten ins Krankenhaus oder nach Hause oder besuchten Menschen, die sehr einsam sind im Rahmen des Besuchsdienstes. Im Rahmen vom Betreuten Reisen widmete das Rote Kreuz 900 Stunden dem Ermöglichen einer Reise von Personen, die sich das alleine Reisen nicht mehr zutrauen, 54 Gruppenleiter im Jugendrotkreuz vermittelten 220 Kindern wichtige zivilgesellschaftliche Werte und Kenntnisse der Erste Hilfe im Rahmen der Jugendrotkreuzgruppen, und vieles mehr.

Die zivilgesellschaftliche Bedeutung des Roten Kreuzes

Die Anzahl der Freiwilligen übersteigt um fast das Zehnfache den Anteil der hauptamtlichen Mitarbeiter. Allein im Bezirk Vöcklabruck weiß das Rote Kreuz 1.800 Mitarbeiter in seinen Reihen, die sich in ihrer Freizeit freiwillig im Roten Kreuz engagieren, um Leben zu retten und das Leben von Menschen in Not zu verbessern. Dafür ist das Rote Kreuz dankbar – und es ist auch stolz darauf. Denn die Zivilgesellschaft braucht diese Freiwilligen.

Das sagen die Freiwilligen zu ihrem Engagement beim Roten Kreuz

Stellvertretend für die vielen Freiwilligen kommen hier Johannes Pleiner, Rettungssanitäter in Frankenmarkt sowie Lukas Kiener, Rettungssanitäter und Jugendrotkreuz-Helfer in St. Georgen i.A., zu Wort: „Das Gefühl, wenn sich Rettungskräfte wie Notarzt im Einsatz zu 100% auf einen verlassen und man seine eigenen erlernten Fähigkeiten umsetzen kann, ist einfach unbeschreiblich“, so Pleiner. Und Kiener erläutert: „Ich bin beim Roten Kreuz, weil es für mich eine sehr abwechslungsreiche und lehrreiche Tätigkeit ist und es nie langweilig wird. Es bedeutet mir sehr viel, Menschen zu helfen, die unsere Hilfe brauchen! Außerdem sind wir eine sehr starke Gemeinschaft und aus Kollegen haben sich viele gute Freunde entwickelt.“

Das Rote Kreuz ist auf viele Arten eine starke Gemeinschaft. Einerseits werden gemeinsam gewaltige Aufgaben bewältigt, andererseits „packt“ diese Gemeinschaft die Zugehörigen  über Wertschätzung, Teamgeist, Freundschaft, Sinn. Überdies werden im Roten Kreuz relevante zivilgesellschaftliche Werte gelebt. Wer ein Teil davon werden möchte, kann sich jederzeit beim Roten Kreuz melden, unter www.passende-jacke.at oder unter Tel. 07672 28144-0.


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