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VÖCKLABRUCK. Von 25. November bis 10. Dezember läuft die internationale Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“. Im Vöcklabruck wird am Donnerstag, 23. November mit einem Aktionstag auf diese wichtige Thematik aufmerksam gemacht. Verschiedene Orte werden bis 10. Dezember in orange Farbe getaucht; damit soll für die Gewaltprävention sensibilisiert werden.

Zahlreiche Vöcklabrucker Vereine und Institutionen unterstützen die internationale Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen", die von 25.11. bis 10.12. läuft. (Foto: K. Kühn)

Um diesem Leitgedanken Raum und Öffentlichkeit zu geben hat sich in Vöcklabruck ein Arbeitskreis gebildet, der institutionenübergreifendes Wirken ermöglicht. Das Frauenhaus Vöcklabruck, das Kinderschutzzentrum und die Familienberatungsstelle IMPULS sowie die Kinder- und Opferschutzgruppe des Salzkammergut-Klinikums Vöcklabruck machen seit Jahren, durch gemeinsame Aktionen, auf die stetig steigenden Zahlen häuslicher Gewalt aufmerksam.

In diesem Jahr beteiligen sich zusätzlich die Kinder- und Jugendhilfe Vöcklabruck, die Polizeiinterventionsstelle Vöcklabruck, das regionale Kompetenzzentrum für Integration und Diversität (REKI), die Beratungsstelle Nora, das OKH und der Soroptimisten Club Attersee an der Aktion. Auch die Stadtgemeinde und die Bezirkshauptmannschaft sind mit dabei.

Schleichender Prozess

Norbert Winter von IMPULS betont, dass es wichtig ist, das Thema öffentlich sichtbar zu machen und Maria Fitzinger von der Opferschutzgruppe des Salzkammergut-Klinikums ergänzt: „Das ist ein schleichender Prozess, der oft mit psychischer Gewalt beginnt und später in körperlichen Übergriffen endet. Momentan bemerkten wir vermehrte Übergriffe, die sich nach Treffen mit Internetbekanntschaften ereignet haben“.

Das Frauenhaus Vöcklabruck nahm heuer bereits 26 Frauen und 25 Kinder auf, die nach gewalttätigen Übergriffen den Schutz der Institution gesucht haben. „Es ist wichtig, dass man Frauen glaubt. Es dauert oft viele Jahre, bis sie den Mut haben, aus Gewaltbeziehungen auszubrechen“, schildert Michaela Hirsch vom Frauenhaus.

Positive Rollenbilder vermitteln

Bezirkshauptmann Johannes Beer berichtet von knapp 200 Betretungsverboten, die in diesem Jahr bisher ausgesprochen wurden: „Frieden fängt im Kleinen an. Wir als Gesellschaft müssen an positiven Rollenbilder arbeiten und die patriarchalen Strukturen aufbrechen“.

Das Programm startet am 23. November um 11 Uhr mit einem Workshop für Experten im OKH zum Thema Männlichkeitsforschung. Um 15 Uhr wird bei der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck gemeinsam mit Bezirkshauptmann Johannes Beer und Bürgermeister Peter Schobesberger die Fahne in Erinnerung an die „16 Tage gegen Gewalt“ gehisst. Um 15.30 Uhr wird der Stadtbrunnen vom Soroptimisten Frauenclub Attersee mit orangen Stoff verhüllt, dazu wird Orangenpunsch serviert.

Um 17.30 Uhr hält die Soziologin Elli Scambor im OKH einen Vortrag zum Thema „Caring Masculinities und Pravention von Gewalt“ mit anschließender Diskussionsrunde. Ab 19.30 folgt ein Konzert der jungen Gmundner Künstlerin Christl Rechenmacher unter dem Motto „holy.jesus.christl“, ebenfalls im OKH. Den Abend ausklingen lassen kann man ab 20.30 Uhr Musik und einem Imbiss.

Hilfe bei Gewalt

Die Frauenhelpline bietet rund um die Uhr kostenlose Hilfe unter 0800 222 555. Unter: https://www.frauenhelpline.at/ findet man weitere Informationen zu Beratungsstellen und Opferschutzeinrichtungen.


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