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Projekt für ein gewaltfreies Miteinander an der Volksschule Seewalchen

Emma Salveter, 19.04.2024 07:39

SEEWALCHEN. An der Volksschule Seewalchen startete mit dem Vortrag zur Gewaltfreien Kommunikation von Astrid Miller ein großes Projekt, das vom Elternverein Seewalchen und der Volksschule Seewalchen initiiert wurde.

V.l.: Pädagogen und Direktor VS Seewalchen und Projektteam Elternverein Seewalchen: Iris Pichler, Angelika Öttl, Direktor Thomas Hauer, Astrid Miller, Martin Günther, Daniel Tschany, Carina Teufl, Christina Jahnel (Foto: VS Seewalchen)
V.l.: Pädagogen und Direktor VS Seewalchen und Projektteam Elternverein Seewalchen: Iris Pichler, Angelika Öttl, Direktor Thomas Hauer, Astrid Miller, Martin Günther, Daniel Tschany, Carina Teufl, Christina Jahnel (Foto: VS Seewalchen)

Fast 1/3 der Schüler in Österreich geben an Opfer von Mobbing geworden zu sein (Studie HBSC 2014). Bereits in der Volksschule gibt es immer wieder Vorfälle. Umso wichtiger ist es hinzusehen und Instrumente einzusetzen, die zu einem wertschätzenden und ehrlichen Miteinander beitragen. So ein besonderes Instrument ist die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall B. Rosenberg.

Kinder als auch Erwachsene lernen mit der GFK Verantwortung für ihre Worte bzw. Handlungen zu übernehmen. Auch der Umgang mit den eigenen starken Gefühlen spielt dabei eine wesentliche Rolle, indem Wege aufgezeigt werden, wie Gefühle ausgedrückt werden können, ohne das Gegenüber zu verletzen. Die GFK fördert speziell in Schulen den wertschätzenden Umgang auf Augenhöhe, trägt zu einer besseren Lernatmosphäre bei und sie dient zur Prävention von Gewalt und Mobbing.

Projekt „Starke Kinder“

In den letzten Monaten beschäftigte sich die Arbeitsgruppe des Elternvereins in Zusammenarbeit mit Pädagogen der Volksschule mit der Planung eines Projekts für die psychische Gesundheit der Volksschulkinder. Es wurde ein langfristiges Konzept zum Thema Gewaltprävention in allen Facetten unter Berücksichtigung der drei Säulen Information, Prävention, Intervention mit altersgerechten Themenschwerpunkten im Setting Schule, Freizeit und zu Hause ins Leben gerufen. Auf die Schwerpunkte Gewaltfreie Kommunikation, Resilienztraining, Sicherheit im Internet und „Mein Körper gehört mir“ sollen in den nächsten Jahren verstärkt eingegangen werden. Zu diesen Themen werden auch externe Experten mit den Schülern in der Unterrichtszeit arbeiten. Parallel finden schulinterne Lehrerfortbildungen statt und Elterninformationsabende werden organisiert.

Zur Analyse der Ausgangssituation wird aktuell ein Fragebogen ausgearbeitet, der in den nächsten Wochen versendet wird. Somit sollen Eltern, Pädagogen und Schüler anonym und freiwillig die Möglichkeit haben, aktiv und mit eventuellen, konkreten Fallbeispielen mitzuarbeiten.


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