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ATTERSEE. 1887 wurde im Union-Yacht-Club Attersee die „Atterseewoche“ zum ersten Mal veranstaltet. Von da an wurde das Event jährlich, ausgenommen Kriegszeiten, durchgeführt. So auch heuer. Gesegelt wird teilweise noch immer auf denselben Kursen.

Seit über hundert Jahren wird die Atterseewoche regelmäßig veranstaltet. (Foto: Joana Opelt)
Seit über hundert Jahren wird die Atterseewoche regelmäßig veranstaltet. (Foto: Joana Opelt)

In Zusammenarbeit mit dem k.u.k. (kaiserlich-königlich) Yacht-Geschwader, dem k.u.k. Infanterieregiment 42 „Herzog von Cumberland“, der Bürgerkorpskapelle Regau und der Bürgergarde Regau wurde in Anwesenheit von Erzherzog Johann Habsburg-Lothringen die feierliche Eröffnung zelebriert. Teil dessen war ein pompöser Auftakt, der unter anderem durch Salutschüsse und Feuern der historischen Kanone nicht zu überhören war.

Traditionsveranstaltung

32 Holzboote kamen in den Union-Yacht-Club Attersee. Zur Atterseewoche sind nur Segelboote zugelassen, die vor 1975 erbaut worden sind oder nach alten Plänen aus Vollholz gefertigt sind. Viele der Boote sind mehr als 100 Jahre alt. Sportlich geht es bei der Atterseewoche um Bestzeiten und schnell bewältigte Distanzen. Bei verschiedensten Windverhältnissen segelten die Boote an fünf Tagen sechs Wettfahrten. Auch der Charakter der Rennen war sehr unterschiedlich, alleine die Dauer der Strecken lag zwischen 40 min und zehn Stunden.

Meisterschaft durchgeführt

Die Sonderklassen trugen im Rahmen der Atterseewoche die Österreichische Meisterschaft aus, die das Team der „Bibelot II“ mit Alexander Wiesinger (UYC Attersee) am Steuer für sich entscheiden konnte. Landesverbandsmeister Oberösterreichs wurde ebenfalls die Mannschaft der „Bibelot II“, mit 30 Jahren das deutlich jüngste Boot der sieben Sonderklassen am Start. Bei den 22 Quadratmeter -Rennjollen setzte sich Matthias Poell (UYC Attersee) mit seinem Team auf „Pan II“ bei allen Wertungen an die erste Stelle. Die O-Jollen, einhand-gesegelte Olympia-Jollen, wurden von Markus Mosing (NCA) auf „Valentin“ gewonnen. In der Gruppe Yardstick, also verschiedene Bootstypen mit Umrechnungsschlüssel, konnte sich Josef Höß (Deutschland) mit seinem Team auf der 20 Quadratmeter Rennjolle „Cherie“ deutlich vor den anderen Booten platzieren.

Von jung bis alt

Segler Josef Höß ist mit 86 Jahren ist er nicht nur Teilnehmer, sondern sogar Sieger seiner Klasse. Jüngste Steuerfrau ist Julia Müller mit nur 17 Jahren.


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