Rekordbeteiligung bei Segelregatta am Attersee: 206 Segler trotzen den Elementen
ATTERSEE. Die diesjährige Segelregatta am Attersee übertraf alle Erwartungen: Mit 206 Teilnehmer setzte das Event einen neuen Rekord.

Unter strahlendem Sonnenschein und deutlich besseren Wetterbedingungen als prognostiziert, gingen die Segelbegeisterten an den Start, um innerhalb von 12 bzw. 24 Stunden eine möglichst lange Strecke auf dem vorgegebenen Parcours zu segeln. Die zurückgelegten Distanzen wurden in gerader Linie zwischen den Bojen gemessen und nach Yardstick verrechnet, um die verschiedenen Bootstypen vergleichbar zu machen.
Mit 55 startenden Booten erreichte die 12 Stunden Regatta eine bisher nie dagewesene Anzahl an Teams. Von diesen nahmen 38 Boote die Herausforderung der 12 Stunden an, während sich 17 Boote sogar an die 24 Stunden wagten. Der vorhergesagte Regen blieb glücklicherweise aus, und das Wetter zeigte sich konstant warm mit leichtem Wind, was zu idealen Bedingungen für die Segler führte. Der malerische Start erfolgte um Punkt 8 Uhr vor dem Union-Yacht-Club Attersee, begleitet von einer leichten Brise.
Von den 55 gestarteten Booten bei der 12 Stunden Regatta mussten lediglich drei Crews aufgeben. Eine davon erlitt bereits zur Mittagszeit einen Materialschaden. Die 17 Boote, die die vollen 24 Stunden segelten, hatten nachts ähnliche Windverhältnisse wie tagsüber: eine kühle Sommernacht ohne Sturmböen. Trotz fehlender Rekordbedingungen konnten alle 17 Boote erfolgreich die 24 Stunden Regatta beenden.
Von Beginn an dominierte die Liberté unter Skipper Tobias Böckl das Feld. Mit einer internationalen Neun-Mann-Crew, bestehend aus Alexander Lausecker, Lukas Neumüller, Florian Gföllner, Benedikt Stärker, Anna Saletu, Alexander Steinleithner, Luis Wenger-Oehn, Chas Beek und Adam Bradly, waren auf dem Attersee auch englische Kommandos zu hören.
Die Liberté sicherte sich nicht nur auf dem Wasser einen deutlichen Vorsprung, sondern gewann auch nach den berechneten Ergebnissen. Der Sieg der 12 Stunden Regatta ging somit eindeutig an die Liberté. Skipper Tobias Böckl und seine Crew legten in den 12 Stunden eine beeindruckende Strecke von 35,831 Meilen (etwa 56 Kilometer) zurück, sowohl nach gesegelter als auch nach korrigierter Distanz.
Das Team um Tobias Böckl gehörte zu den Enthusiasten der 24 Stunden Regatta und segelte beeindruckende 76 Meilen (140 km). Damit sicherten sie sich den Sieg in der Kategorie für das Boot mit der größten gesegelten Distanz. Im berechneten Rennen, das das Yardstickrating einbezieht, lieferten sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Jugendteam des Union-Yacht-Clubs Wolfgangsee unter der Führung von Lukas Eigenstuhler. Nach der berechneten Distanz gewann das Jugendteam des Union-Yacht-Clubs Wolfgangsee mit Skipper Lukas Eigenstuhler und seiner dreiköpfigen Crew Matteo Feichtenschlager, Tobias Michael Grasmann und Balbina Kloiber auf einer Global One Design. Sie siegten mit einem knappen Vorsprung von lediglich 153 Metern vor Tobias Böckl und seiner Crew. Diese herausragende seglerische Leistung des Jugendteams wurde mit einem 500g Silberbarren belohnt, der in einem Vollcarbon-Ständer des High-Tech-Unternehmens Peak Technology überreicht wurde.
Die 12 Stunden Regatta war die zweite Veranstaltung der Langstrecken-Reihe „Long-Distance-Challenge“. Zur Endwertung und Ermittlung des Siegers des 1kg-Silberbarrens wird noch die Lange Wettfahrt am 3. August 2024 hinzugerechnet. Bei dieser traditionsreichen Mittelstreckenregatta in Europa werden wieder über 100 teilnehmende Boote erwartet.


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