Nur zehn Zentimeter fehlten Rutzenhamer auf EM-Silber
RUTZENHAM. Für eine starke Leistung bei der Wasserski-Heim-Europameisterschaft in Fischlham sorgte der 37-jährige Matthias Köttl aus Rutzenham.

In der Klasse 35+ sicherte er sich im Springen mit 52,5 Metern sensationell die Bronzemedaille. Sein Vater Hermann Köttl (71) erreichte im Slalom den vierten Platz.
Für Matthias Köttl wäre sogar Silber möglich gewesen. Beim Einhängen des Sprungseils kam es zu einem Fehler des Schiedsrichters. Das Boot musste vor dem Sprung stoppen, da das Seil nicht korrekt eingehängt war. Köttl musste deshalb noch einmal ins Wasser und startete anschließend mit rund einem Kilogramm zusätzlichem Gewicht in seinen entscheidenden Sprung.
Trotz der schwierigen Ausgangslage bewies der Rutzenhamer Nervenstärke und flog 52,5 Meter weit. Damit fehlten ihm nur zehn Zentimeter auf die Silbermedaille.
Entscheidung im Ausscheidungslauf
Besonders spannend war der Kampf um die Medaillen, da ein englischer Konkurrent ebenfalls auf 52,5 Meter kam. Bei Punktegleichstand zählt allerdings auch die Leistung aus dem zuvor absolvierten Ausscheidungslauf. Hier hatte der spanische Konkurrent die Nase vorne und sicherte sich damit Silber. Köttl durfte sich über Bronze freuen.
Besonders bemerkenswert ist die Leistung auch deshalb, weil Matthias Köttl gehörlos ist und in Fischlham in der stark besetzten Klasse gemeinsam mit internationalen Spitzenathleten antrat. Mit seinem 52,5-Meter-Sprung bewies er eindrucksvoll, dass er auch auf diesem Niveau mithalten kann.
Für Köttl bleibt damit Bronze bei der Heim-EM und ein Wettkampf, bei dem am Ende nur zehn Zentimeter auf Silber fehlten.








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