Vöcklabrucks Bürgermeister Herbert Brunsteiner im Interview: Großprojekte auf Schiene
VÖCKLABRUCK. Der neue Schulcampus beim Offenen Kunst- und Kulturhaus steht in den Startlöchern, der Neubau des Seniorenheims steht kurz vor seinem Abschluss. Tips hat sich mit Bürgermeister Herbert Brunsteiner über diese und weitere Projekte der Stadtgemeinde unterhalten.

Tips:Ein großes Projekt ist der Schulcampus. Die Architekten stehen fest ...
Bürgermeister Brunsteiner: Ein Linzer Architekturbüro, Urmann Radler Architekten ZT GmbH, hat gewonnen. Das ist ein Baukörper, der sich perfekt in das Areal einfügt und das ist wichtig, weil er sehr sehr lange dort stehen wird. Wesentlich ist, dass die Funktionalität der drei Schulen vereint wurde und das scheint sehr gut gelungen zu sein.
Tips:Die Grünen kritisieren, dass das Grundstück beim OKH zu teuer zurückgekauft wurde.
Brunsteiner: Das Grundstück haben wir 2010 verkauft, weil wir damals den Haushalt nicht ausgleichen konnten, wie viele andere Gemeinden auch in diesen Zeiten der Krise. Es war nicht absehbar, dass wir dort die Schule errichten würden, denn die Bestrebung war immer ein Standort am Schöndorfer Plateau. Letzten Endes fand ich selbst den Standort neben dem OKH als einen sehr günstigen, weil es auch Synergieeffekte gibt. Und daher hat der Gemeinderat beschlossen, das Grundstück wieder zurück zu kaufen. Aus heutiger Sicht hätte man es damals nicht verkaufen sollen, aber im Nachhinein ist man immer gescheiter.
Tips:Ein weiteres Großprojekt – das neue Seniorenheim – ist in der Zielgerade.
Brunsteiner: Das ist ein ganz wichtiges Projekt für uns, das wir im kommenden Jahr seiner Bestimmung übergeben können. Es unterscheidet sich vor allem in zwei Punkten vom bisherigen Heim: Es wird dort eine Tagespflege geben, wir entlasten damit die pflegenden Angehörigen. Es wird Plätze für die Kurzzeitpflege geben. Aber der wesentliche Unterschied zum jetzigen Heim sind zwölf Wohnungen in einer Sonderwohnform, die bei Bedarf innerhalb von 48 Stunden in Pflegezimmer umgerüstet werden können.
Tips:Auch die Begegnungszone am Stadtplatz ist Thema ...
Brunsteiner: Derzeit läuft die Begegnungszone schon, das wird bis zum Beginn des Adventmarktes so bleiben. Der Plan ist, in Hinkunft in den Wintermonaten – das heißt von zumindest 1. November bis 31. März – eine Begegnungszone zu installieren, 24 Stunden. Und in den Sommermonaten so wie bisher – nur etwas erweitert – bis 12 Uhr Begegnungszone und ab 12 Uhr bis Schanigartenende wieder Fußgängerzone. Das ist der Plan, aber noch nicht beschlossen. Die Innenstadt ist für alle, die gerne dort verweilen, attraktiv. Wesentlich ist eine Begegnungszone aber für jene, die gerne in der Stadt Einkaufen – und die es nicht machen, weil sie mit dem Auto nicht hinfahren können.
Tips:2018 sind die Special Olympics in Vöcklabruck zu Gast. Was erhoffen, erwarten Sie sich durch dieses Großereignis?
Brunsteiner: Es trägt zur Belebung der gesamten Region bei, vom Attersee bis Vöcklabruck und sogar bis Leonding. Zweitens: Es werden im Stadtbild und in der Region beeinträchtigte Menschen präsent sein – und unser Ziel ist es natürlich, auch das Miteinander nachhaltig zu implementieren, mehr Verständnis bei der Bevölkerung zu erlangen. Es gibt Leute, die stehen dem Ganzen jetzt schon sehr positiv gegenüber; und wir können es nur machen, weil auch die Vöcklabrucker Vereine sehr positiv dahinter stehen und wir hier viele Helfer aquirieren können.


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