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VÖCKLABRUCK. Die Innenstadtbetriebe luden gemeinsam mit dem Stadtmarketing zum „Herzlichen Freitag“ ein – eine Aktion als Antwort auf den „Black Friday“.

Bei diesem Pilotprojekt konnten 2.599 Euro für gute Zwecke gesammelt werden.Foto: privat
Bei diesem Pilotprojekt konnten 2.599 Euro für gute Zwecke gesammelt werden.Foto: privat

Die amerikanische Tradition „Black Friday“ hat auch in Österreich Einzug genommen. Onlinehandel, Einkaufszentren und große Kaufhäuser liefern sich jährlich Rabattschlachten und rittern um Schnäppchenjäger. Einzelne Geschäfte in kleineren Städten haben es schwer, hier Schritt zu halten. Wenn Kunden nur mehr an Rabatt-Tagen einkaufen, wie sollen dann Geschäftslokale erhalten werden? „Langfristig könnte es nur so funktionieren, dass Händler die Normalpreise anheben, um dann reduzieren zu können. Das wollen wir ganz sicher nicht“, sagt Birgit Holy von Holy One Satisfashion am Stadtplatz.

17 Geschäfte haben sich an dem Projekt beteiligt

Um ein klares Zeichen zum Umdenken zu setzen, hat das neue Team des Stadtmarketings erstmals zum „Herzlichen Freitag“ eingeladen: Geschäfte spenden einen Teil ihres Tagesumsatzes an eine soziale Einrichtung. „Ob die Aktion erfolgreich sein würde, wussten wir aber vorher nicht“, sagt die Ideengeberin der Aktion Ulli Meinhart. An diesem Pilot-Versuch haben sich 17 Geschäfte beteiligt. „Unsere Kunden waren von dieser Aktion sehr begeistert. Viele sind bewusst an diesem Tag gekommen, um mit ihrem Einkauf ein Zeichen für Solidarität zu setzen“, erzählt Katrin Hörmandinger-Kroath von LightWear.

Insgesamt sind 2.599 Euro an Spenden zusammengekommen. Der Großteil dessen geht an das Sozialzentrum und die Hospizbewegung Vöcklabruck. Es gab Vorschläge des Stadtmarketings, jedoch sollte jeder Betrieb selbst entscheiden, an welche Organisation er letztlich spenden will.

„Eine Umfrage unter den Vöcklabrucker Kaufleuten wird ergeben, ob und in welcher Form der „Herzliche Freitag“ wiederholt werden soll. Ich denke aber, die heurige Spende ist der Beginn einer neuen Tradition“, sagt Obmann Simon Pecher.


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