Statement zum Rat der Energieminister
ATTNANG-PUCHHEIM. Abgeordnete zum Europäischen Parlament Angelika Winzig erklärt ihre Sichtweise auf die Maßnahmen gegen die hohen Gas- und Strompreise auf europäischer Ebene.

„Es ist begrüßenswert, dass die Europäische Kommission handelt und Vorschläge auf den Tisch legt. Das Problem der exorbitanten Strompreise kann nur auf europäischer Ebene gelöst werden. Einige Punkte der Kommission gehen in die richtige Richtung, andere leider nicht weit genug. Die Details müssen noch genau geprüft werden. Was wir brauchen, ist eine Entkopplung des Gas- und des Strompreises. Das Merit-Order-Prinzip ist in der derzeitigen Situation nicht mehr zielführend. Einen Preisdeckel auf russisches Gas sehe ich nicht als des Rätsels Lösung. Putin hat bereits klar angekündigt, dass er in diesem Fall kein Gas mehr nach Europa liefern werde. Das kommt einem Gasembargo gleich und das ist für Österreich und andere Mitgliedstaaten in der Union nicht zuträglich. Das würde die Situation nur verschärfen und die Preise weiter ansteigen lassen. Die Lösung kann nur sein, dass wir zuerst unsere Abhängigkeiten reduzieren. Ich hoffe, dass der Rat der Energieminister die richtigen Weichen stellen wird, um möglichst rasch gezielte Maßnahmen zu setzen, die die europäische Bevölkerung entlasten und zugleich unsere Versorgungsicherheit gewährleisten“, so Winzig.


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