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VÖCKLABRUCK. Von 5. bis 17. März 2024 finden die Arbeiterkammer Wahlen statt. Knapp 42.000 Personen im Bezirk Vöcklabruck sind dazu wahlberechtigt. Die Fraktion der sozialdemokratischen Gewerkschaft (FSG) präsentierten nun ihr Wahlprogramm.

  1 / 2   Michael Seemayer, Helmut Kirchmair, Cornelia Gebetsroither und Alexander Marhavy präsentierten das Wahlprogramm des FSG für die Arbeiterkammer Wahl 2024. (Foto: K. Kühn)

Der Regauer Michael Seemayer ist Abgeordneter zum Nationalrat und Fraktionsvorsitzender der sozialdemokratischen Gewerkschaft in Oberösterreich: „Als stärkste Fraktion in der Arbeiterkammer-Vollversammlung zeigen wir in unserer Kampagne auf, dass wir uns mit ganzem Einsatz für alle Arbeitnehmer in Oberösterreich starkmachen.“

Öffentlicher Verkehr als Schwerpunkt

Regionaler Spitzenkandidat im Bezirk ist Alexander Marhavy, Betriebsratsvorsitzender der Stiwa GmbH in Attnang-Puchheim. Er hat sich das Thema öffentlicher Verkehr als Schwerpunkt gesetzt und fordert einen Ausbau der Bus- und Bahnverbindungen sowie der Park & Ride Flächen rund um die Bahnhöfe. Zudem fordert Marhavy eine Nettoersatzrate von 70 Prozent beim Arbeitslosengeld und die Anpassung des Familienzuschlags auf zwei Euro pro Tag, inklusive Anpassung an die Inflation.

Strenge Preiskontrollen gefordert

Helmut Kirchmair, stellvertretender Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der Lenzing AG sieht die Inflation als ein bestimmendes Thema für die FSG und schlägt verschiedene Möglichkeiten vor, diese zu bremsen: „Wir fordern eine befristete Senkung der Mehrwertsteuer, um die Menschen zu entlasten und strenge Preiskontrollen, die verhindern, dass die Preise künstlich in die Höhe getrieben werden. Es ist nicht einzusehen, dass viele Produkte in Deutschland wesentlich billiger sind als in Österreich.“

Teures Wohnen im Bezirk

Auch die steigenden Wohnkosten sind für Kirchmair ein Thema, vor allem da in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden die durchschnittlichen Mieten bei über 850 Euro liegen, womit die beiden Bezirke zu den teuersten in Oberösterreich gehören. Er fordert eine Deckelung der Mieten; auch Mieterhöhungen sollen maximal zwei Prozent pro Jahr betragen dürfen. „Dazu fordern wir, dass die Mittel der Wohnbauförderung wieder zweckgewidmet werden und eine Stärkung des kommunalen und genossenschaftlichen Wohnbaus“, so Helmut Kirchmair.

Probleme im Bereich der Pflege

Cornelia Gebetsroither, ist Bezirksvorsitzende der Gewerkschaft younion, die im öffentlichen Sektor aktiv ist. Sie weist darauf hin, dass in den Pflegeheimen im Bezirk Vöcklabruck derzeit etwa 150 Betten gesperrt sind. „Es gibt zu wenig Kapazitäten für die steigende Anzahl an pflegebedürftigen Menschen, weil die Pflegekräfte fehlen, um die Menschen auch betreuen zu können“, schildert Gebetsroither, die als Personalvertreterin in Lenzing unter anderem für das dortige Alten- und Pflegeheim zuständig ist. Sie fordert höhere Löhne und Zuschläge für Nachtdienste sowie die Anerkennung der Pflegeberufe als Schwerarbeit.

220 Frauen und Männer alle Altersgruppen und aus den unterschiedlichsten Betrieben stellen sich zur Wahl. Bei der letzten AK-Wahl 2019 erzielte die FSG ihr bislang bestes Wahlergebnis mit 71,01 Prozent in OÖ; die Wahlbeteiligung lag vor fünf Jahren landesweit bei 41 Prozent.


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