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VÖCKLABRUCK. Die Stadt Vöcklabruck wehrt sich gegen eine Förderkürzung ihrer Integrationsmaßnahmen durch das Land Oberösterreich.  Es wurden für heuer nur 30.000 Euro statt der 45.000 Euro im Jahr 2023 in Aussicht gestellt.

Integrationshelferin mit Schülerin (Foto: privat)
Integrationshelferin mit Schülerin (Foto: privat)

„Mit einem Drittel weniger Geld vom Land kann die Stadt erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Integrationsprojekte wie die Integrationshelferinnen an den öffentlichen Volksschulen, die Einzugsbegleitung und Konfliktbearbeitung im Wohnumfeld nicht fortführen“, so Integrationsreferentin Petra Wimmer von den Grünen.

Seit 2017 beschließt der Gemeinderat der Stadt Vöcklabruck jährlich ein Integrationskonzept. Die einzelnen Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Wohnen und Zusammenleben, Sensibilisierung werden von der Integrationsstelle (Land Oberösterreich) gefördert. Wiederholt wurde Vöcklabruck für seine Integrationspolitik als „good/best practice“-Beispiel vorgestellt und 2021 mit dem Integrationspreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet. Nun droht aufgrund der Förderkürzung eine Einstellung von Projekten. Auf Antrag von Wimmer beschloss der Gemeinderat daher mehrheitlich eine Resolution an das Land OÖ gegen die geplante Kürzung.

Betroffen von dieser wäre auch das Projekt „Integrationshelferinnen“ an den öffentlichen Volksschulen.  Der hohe Anteil von Kindern mit anderer Muttersprache, auch aufgrund von Familiennachzügen, ist wie die mediale Berichterstattung zeigt eine große Herausforderung. Es gibt in Oberösterreich nicht ausreichend Unterstützungs-Lehrkräfte. Daher besteht großer Bedarf an der Arbeit der Integrationshelferinnen, Kinder und Lehrkräfte unterstützen. Insgesamt 5.916 Stunden wurden seit Projektstart 2017 von den Integrationshelferinnen geleistet. Dies war nur durch alljährliche Förderung durch das Land OÖ möglich. Die Gemeinderäte hoffen, dass ihre Resolution erfolgreich ist und die Maßnahmen fortgeführt werden können.


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