Vom Krisenmodus zur Neuaufstellung in Vöcklabruck
VÖCKLABRUCK. Nach 18 intensiven Monaten zieht Daniel Leitner, Geschäftsführer der städtischen Gesellschaften, Bilanz. Im Mittelpunkt standen die Aufarbeitung vergangener Strukturen, wirtschaftliche Stabilisierung und die Neuorganisation der Gesellschaften.

Als Leitner im Februar 2025 die Geschäftsführung der KUF Immobilien GmbH übernahm, fand er laut eigenen Angaben eine vor allem strukturell schwierige Situation vor. Fehlende Kontrollmechanismen und historisch gewachsene Abläufe sollten neu geordnet werden. Unter anderem wurden das Vier-Augen-Prinzip, Bestell- und Freigabegrenzen sowie ein internes Kontrollsystem eingeführt.
Auch die wirtschaftliche Entwicklung wurde analysiert. Die städtische Gesellschaft betreibt unter anderem Freizeitpark, Hallenbad, Stadtsaal und Stadion und ist zudem für Veranstaltungen und Stadtmarketing zuständig. Besonders im Stadtsaal habe sich die Entwicklung positiv gestaltet. Die Zahl der Veranstaltungen stieg von 50 im Jahr 2022 auf 93 im Jahr 2025, während gleichzeitig der Personalaufwand reduziert werden konnte.
Ein weiterer wichtiger Schritt war die Verschmelzung der KUF Immobilien GmbH mit der Stadt+Kultur Vöcklabruck GmbH. Daraus entstand die gemeinsame Stadt und Kultur Vöcklabruck GmbH. Damit sollen Strukturen vereinfacht und Verantwortlichkeiten klarer gebündelt werden. Die rechtliche Auseinandersetzung mit der früheren Geschäftsführung wurde laut Leitner ebenfalls abgeschlossen.
Auch das Stadtmarketing wurde Anfang 2026 in die Gesellschaft integriert. Leitner sieht darin die Möglichkeit, die unterschiedlichen Stärken Vöcklabrucks besser miteinander zu verbinden. Handel, Gastronomie, Kultur, Sport und Freizeitangebote sollen künftig stärker gemeinsam positioniert werden.
Für die kommenden Jahre ist ein Marken- und Strategieprozess geplant. Dabei sollen Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft eingebunden werden. Ziel sei es, eine klare gemeinsame Linie für die weitere Entwicklung der Stadt zu erarbeiten.
Leitner sieht die vergangenen eineinhalb Jahre vor allem als Phase der Aufarbeitung und Neuordnung. Nun soll der Blick stärker nach vorne gerichtet werden. Im Mittelpunkt stehen dabei wirtschaftliche Verantwortung, ein attraktives Angebot für die Bevölkerung und eine bessere Sichtbarkeit der Stärken Vöcklabrucks.








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