ÖGB-Frauen fordern in Vöcklabruck faire Löhne für Frauen
VÖCKLABRUCK. Mit einer Zitronenaktion haben die ÖGB-Frauen in Vöcklabruck am Equal Pay Day auf die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern aufmerksam gemacht. Unter dem Motto „Wir sind sauer!“ verteilten sie Zitronen an Beschäftigte und informierten über die Forderung nach fairer Bezahlung.

Der Equal Pay Day fällt heuer auf den 22. Oktober. „Gleiche Arbeit verdient gleichen Lohn“, betont Sandra Renner, ÖGB-Frauenvorsitzende der Region Vöcklabruck.
Frauen verdienen in Vöcklabruck monatlich um 13.000 Euro weniger als Männer. „Das ist Geld, das Frauen jeden Monat fehlt. Die Einkommensschere fällt nicht vom Himmel. Sie wird gemacht und sie kann geschlossen werden“, betont Renner.
Forderung nach mehr Transparenz
Ein wichtiger Schritt zu mehr Lohngerechtigkeit sei die Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie. Diese soll Beschäftigten ermöglichen, besser nachzuvollziehen, wie sich ihre Bezahlung zusammensetzt und ob bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit Einkommensunterschiede bestehen. Österreich hätte die Richtlinie bis 7. Juni 2026 umsetzen müssen.
„Faire Löhne und Gehälter brauchen keine Geheimniskrämerei, sondern Offenheit“, sagt Renner. Die ÖGB-Frauen fordern eine rasche Umsetzung der Richtlinie sowie transparente, geschlechtsneutrale Kriterien für Löhne, Gehälter, Zulagen und Prämien. Beschäftigte, die vermuten, für gleiche oder gleichwertige Arbeit schlechter bezahlt zu werden, können sich an den Betriebsrat oder die Gewerkschaft wenden.








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