Buch: Erstlingswerk schlägt ein
VÖCKLAMARKT. Gleich der erste Roman von Jungautorin Sandra Weihs ist mit dem renommierten Jürgen-Ponto-Preis ausgezeichnet worden. Ihr Romandebüt „Das grenzenlose Und“ ist Ende August erschienen.

Sandra Weihs, 1983 in Klagenfurt geboren, lebt seit acht Jahren im Bezirk Vöcklabruck, seit sieben in Vöcklamarkt. Die studierte Sozialarbeiterin arbeitet mit sozial benachteiligten Kindern, Jugendlichen und Familien.
Ihren beruflichen Hintergrund greift Sandra Weihs in ihrem Romandebüt auf: In „Das grenzenlose Und“ erzählt Weihs die Geschichte zweier junger Menschen, Marie und Emmanuel. Depressiv und an einer Borderline-Störung leidend, hasst Marie das Leben und denkt an Selbstmord. Emmanuel hingegen ist todkrank. Aus langsamen Kennenlernen erwächst Vertrauen. Marie und Emmanuel fangen an, offen über ihre Probleme zu sprechen. Eine dabei getroffene Übereinkunft endet für beide anders als erwartet ...
„Erstaunliches Debüt“
Ein Roman, einfühlsam, todtraurig und doch mit frechem Charme, Komik und Leichtigkeit – eine Geschichte, die nachdenklich und glücklich zugleich macht. Kritiker sind voll des Lobes über das Romandebüt und die Autorin – dies zeigt auch die Auszeichnung mit dem diesjährigen Literaturpreis der deutschen Jürgen-Ponto-Stiftung. „Ein erstaunliches Debüt“, wie aus der Jurybegründung hervorgeht.
Weihs fühlt sich durch die Auszeichnung natürlich sehr geehrt. „Es ist ein schönes Gefühl, Anerkennung zu bekommen für das, was man liebend gerne macht. Und das ist bei mir eben das Schreiben. Ich bin aber schon gespannt, wie die Leserinnen und Leser die Geschichte aufnehmen werden“, so die 31-Jährige.
Eigene Welt erschaffen
Weihs schreibt seit ihrer Jugend Kurzgeschichten und Tagebücher über die Welt und ihre Gedanken dazu – und wollte immer schon einen Roman schreiben, in dem all das Platz findet. „Ich wollte meine eigene Welt damit erschaffen, eine Geschichte erfinden und Menschen da hinein entführen, wohin ich immer entführt werde, wenn ich ein gutes Buch lese. Als ich dreißig wurde, dachte ich: Wann, wenn nicht jetzt! Ich hab dann ein Jahr Auszeit vom Job genommen, um meinen Roman endlich zu schreiben.“
Auf die Frage, wie lange sie an ihrem Romandebüt gearbeitet hat, schmunzelt Weihs: „An dieser Fassung oder inklusive den zehn Versionen vorher?“ Die Geschichte sei über mehrere Jahre herangereift, erzählt sie. „Da wurden viele hundert Seiten beschrieben und wieder weggeworfen. Die tatsächliche Schreibzeit für die erschienene Version betrug an die sieben Monate.“ Auch ein Nachfolgewerk ist bereits in Planung, „aber auch diese Geschichte muss noch reifen“, so Weihs.
Sandra Weihs stellt ihr Buch Ende September im Literaturhaus Wien vor, auch im Bezirk Vöcklabruck wird es voraussichtlich im November eine Lesung geben, geplant im Lesezentrum Fechila in Vöcklamarkt.


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