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Wieder Kino in Waidhofen
WAIDHOFEN. Seit Oktober 2014 wird die Stadt einmal monatlich zum cineastischen Zentrum, wenn „KinoMio“ am Spielplan steht. Ausgewählte europäische Filme sind dann in der Ruby-Passage zu sehen. von ERICH SCHACHERL

Otmar Schlager ist die treibende Kraft vor und hinter den Kulissen des Filmvorführungsprojektes, dass unter dem Namen „KinoMio“ bekannt ist. „KinoMio steht einfach für mein Kino“, erzählt der Filmfreund, Energieexperte, Handballer und glücklicher Familienvater. Drei Vorstellungen hat es bereits gegeben, drei weitere Filme werden noch bis April 2015 gezeigt. Mit den bisherigen Erfahrungen ist Schlager sehr zufrieden. Die Filmabende waren gut besucht, die Technik hat funktioniert, der Filmverleih geklappt, der Ort – die Ruby-Passage – passt perfekt. Kino in der Stadt Mein Kino also, ein einfacher Begriff, hinter dem sich viel verbirgt. Einmal der Wunsch, auch in Waidhofen wieder ein Kino zu haben, um nicht nach Horn, Gmünd oder Zwettl ausweichen zu müssen. Das wollen auch viele Bewohner der Stadt, wie eine im Sommer 2012 durchgeführte Befragung in der Innenstadt ergeben hat. Der Erfolg des ersten Sommerkinos im vergangenen Jahr am Hauptplatz ist ein klares Zeichen in diese Richtung. Europäische Filme Dann geht es um europäisches Kino. Die österreichische Schauspielerin Mercedes Echerer, Initiatorin und Leiterin des Wanderkino-Projektes erklärt: „Film ist das schönste und populärste Medium, um Grenzen aufzulösen und Menschen durch Geschichten und Bilder einander näherzubringen. Deshalb steht im Zentrum von „Wanderkino EU XXL FILM“ der europäische Film“. Gut gelungene Premiere im Oktober 2014 war die schräge französische Komödie „Paulette“. Auch die Folgefilme „A long way down“ und „Bad Fucking“ passten. Wenn alles weiterhin gut läuft, wird es im Herbst eine Fortsetzung geben. Das wäre auch das Ziel des Teams. „Wir wollen das Projekt intensivieren, das heißt von September 2015 bis April 2016 soll es dann monatlich zwei Filmabende geben“, lässt Otmar Schlager wissen. Die Spielfilme sollen mit Filmen zu unterschiedlichsten Themen wie beispielsweise Umweltschutz, Ernährung, Klimaschutz oder Gesundheit ergänzt werden. Für Otmar Schlager ist das Filmprojekt vor allem im Hinblick auf das Thema Innenstadtbelebung wichtig. Innenstadtbelebung Denn die gesamte Idee kommt von den Teilnehmern der Umsetzungsgruppe 4 (Veranstaltungen, Kultur, Aktivitäten) des Projektes Stadtentwicklung. „Entstanden ist die Idee schon 2012 im Rahmen der Umsetzungsgruppe“, erinnert er sich. „KinoMio ist ein wichtiges Lebenszeichen in der Kleinstadt, mit dem wir gute Unterhaltung auf hohem Niveau und einen weiteren Treffpunkt in der Region anbieten.“ Er hat innerhalb dieser Gruppe die Koordination für das Filmprojekt übernommen. Weil es seinem Wesen entspricht, Projekte zu planen und real werden zu lassen. Otmar Schlager ist einer von den Machern, er ist engagiert und tatkräftig auf vielen Ebenen. Er will auch Vorbild sein für andere und ihnen zeigen, dass mit persönlichem Engagement alles möglich ist. Und dann ist da noch eine größere Vision: Eine belebte, bunte Waidhofner Innenstadt, die Bewohnern und Gästen vieles bieten kann. Gemeinsam Zu großem Dank sieht sich Otmar Schlager dem Waidhofner Handballklub verpflichtet. Die Struktur des Vereins und zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter machten die Realisierung von KinoMio auf vielen Ebenen problemlos möglich. Und dann sind da noch Hilde und Herbert Ruby, die das Projekt wesentlich unterstützen, indem sie den Raum, Sitzgelegenheiten und so weiter zur Verfügung stellen. „Wir sind selbst Filmfans und freuen uns, dass dies in unserem Haus gezeigt wird“, erläutert Hilde Ruby. Die zwei Unternehmer sehen das Projekt auch als gutes Mittel zur Belebung der Innenstadt und als Bereicherung für die Stadt.


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