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Unterwegs in der weiten Welt
WAIDHOFEN/THAYA. Seit 1996 ist Josef Franz Obmann des Reiseclubs „Weite Welt“. Als Reiseführer der besonderen Art begleitet er seither jedes Jahr mehrmals Touristengruppen aus dem Bezirk bei Touren in der ganzen Welt.von ERICH SCHACHERL

„Mit 42 Jahren bin ich zum ersten Mal in einem Flugzeug gesessen“, erinnert sich der gebürtige Waidhofner Josef Franz. Recht spät für einen Mann, der die Welt gerne bereist, um fremde Kulturen und Länder zu sehen und zu erleben und der eben erst von einem Trip nach Sri Lanka zurückgekehrt war. Jetzt, 25 Jahre später „weiß ich nicht mehr, wie oft ich geflogen bin“, fährt er fort. Ein Blick auf eine von ihm zusamengestellte Liste aller Reisen, die er seither unternommen hat, macht den Umfang seiner Reisefreude deutlich. An die 80 unterschiedliche Orte und Länder auf allen fünf Kontinenten hat er besucht. Lust darauf bekam er 1992, als ihn eine aus familiären Gründen unternommene Reise nach Kanada führte. „Das war die Initialzündung“, so Franz. Mit ihm unterwegs seine Gattin. „Ich bin sehr froh, dass Anna immer mit dabei ist“, sagt er. Individuell und persönlich Josef Franz hat so etwas wie eine Kerngruppe von etwa acht Personen, die fast jede von ihm organisierte Reise mitmachen, „weil sie so begeistert sind“, weiß er zu berichten. Dazu kommen dann noch weitere wechselnde Teilnehmer, Gruppen bis zu 25 Personen sind keine Seltenheit. Sie alle genießen die Besonderheit der persönlich zusammengestellten und geführten Touren, die es in dieser Form sonst nicht gibt. Josef Franz erzählt ein wenig von seinem Erfolgsrezept: „Wenn zum Beispiel während einer Reise einmal kein Reiseleiter vor Ort zur Verfügung steht, dann unternehme ich was mit der Reisegruppe. Wir setzten uns auch oft einfach nur gemütlich zusammen. Es ist so schön in einer Gruppe zu reisen, bei der sich alle Mitglieder gut verstehen. Ich versuche zu erreichen, dass die Atmosphäre in der Gruppe freundschaftlich ist“. Ich organisiere gerne Neben seiner kommunikativ-freundschaftlichen Art gibt es noch einen besonderen Grund, der Franz zu einem erfolgreichen und beliebten Reiseleiter hat werden lassen, sein Organisationstalent. „Ich habe immer schon gerne organisiert, ob das in der Hauptschule war oder bei Schikursen für Lehrer, die ich 25 jahre lang erfolgreich abgehalten habe“, erinnert er sich. Besonders das war im Nachhinein gesehen eine perfekte Übung für die späteren Gruppenreisen. „Wenn du mit 50 Lehrern zurecht kommst, kannst du sicher sein, dass jede andere Reise kein Problem ist“, sagt er mit scherzhaftem Unterton und Augenzwinkern. BergsteigenEine weitere große Leidenschaft des sein Leben lang sportlich aktiven Mannes sind die Berge. Nach einer mehrjährigen, bemerkenswerten Karriere beim Waidhofner Fußballverein tauschte er den Ball gegen Bergschuhe, Steigeisen und Kletterausrüstung und begann die höchsten Berge der europäischen Alpen zu ersteigen. 15 Gipfel höher als 4000 Meter stehen auf der Liste, darunter der Mont Blanc, die Difourspitze, Gran Paradiso, Mönch und Jungfrau. „Das waren Erlebnisse, die ich nicht missen möchte“, erläutert Franz. In Afrika hat er den Kilimandscharo, den Mount Meru und den Mount Kenia bestiegen. Der höchste jemals von ihm betretene Punkt lag am Gipfel des Huayna Potosi mit 6088 Höhenmetern in Bolivien. Im Jahr 2000 reiste der Waidhofner in das südamerikanische Land, erstieg den erwähnten Berg, versuchte wenige Tage später auch noch den Gipfel des 6462 Meter hohen Illimani (zweihöchster Berg Boliviens) zu erreichen, wegen Orkan und Kälte musste er jedoch kurz vor dem höchsten Punkt umdrehen. Zurück in seiner Heimatstadt präsentierte er seinen Erfolg bei einer Multivisionsshow.Multivisionsshows Die macht er übrigens auch schon seit 22 Jahren. Volle Säle sind bei seinen Präsentationen keine Seltenheit, bei der letzten Show Ende Februar über eine Reise nach Südchina, die im November 2014 stattfand, waren an die 150 Personen anwesend. Ähnlich die Situation bei den Vorträgen über eine Reise nach Uganda. Souverän und gekonnt erzählt Josef Franz bei diesen Gelegenheiten aus dem Stegreif heraus die erlebten Geschichten, lässt grundlegende Informationen über die Länder, Kultur und Religion einfließen und würzt das ganze mit persönlichen Anekdoten. Im Zusammenhang mit den gezeigten Bildern und Filmsequenzen – um die sich sein Kollege Johann Stummvoll kümmert – macht er damit richtig Lust auf Reisen. Dieses Jahr ist er im Juli und August mit dem Reiseclub „Weite Welt“ in den Baltischen Staaten unterwegs. Im Februar 2016 heißt die Destination Costa Rica. Eine privat organisierte Wanderwoche mit dem Ziel Hohe Tatra geht sich auch noch aus.InformationenReiseclub Weite Weltwww.reiseclub-weitewelt.at


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