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Leserartikel Online Redaktion, 09.10.2015 08:08

DOBERSBERG. Die Waldviertler Band „Lausch“ veröffentlicht heute am Freitag, 9. Oktober eine neue CD. „Glass Bones“ ist der Titel. Tips befragte die drei Musiker Alexander Lausch, Matthias Ledwinka und Arnold Zanon zur neuen Silberscheibe.von ERICH SCHACHERL  

Lausch sind (von links): Arnold, Alexander und Matthias. Foto: Andreas Jakwerth
  1 / 2   Lausch sind (von links): Arnold, Alexander und Matthias. Foto: Andreas Jakwerth

Tips: Wieso nennt ihr eure neue CD „Glass Bones“ (Gläserne Knochen)?

Lausch: Die Mehrdeutigkeit soll anregen. In diesem Zusammenhang auch das Keramikherz am Cover, das einen Widerspruch darstellt. Der Begriff Herz wird ja eigentlich mit sanft verknüpft, das Herz am Cover ist aus Keramik und somit hart und zerbrechlich. Dieses Bild steht irgendwie auch für unsere Musik.

Tips: Warum habt ihr das Album gemacht?

Lausch: Wir hatten das Gefühl, dass es Zeit ist und außerdem gab es wieder etwas zu erzählen. Darüberhinaus fand sich in der Zwischenzeit ein neues Label (Panta R&E) das uns unter Vertrag nahm und dann natürlich auch konkret nach einem Album gefragt hat. Im letzten Jahr ist extrem viel passiert, sowohl kreativ als auch Bezug auf Label, Booking und Management. Wir haben eine Menge äußerst netter Leute kennengelernt, die unsere Liebe zur Musik teilen und jetzt mit uns zusammenarbeiten.

Tips: Wie viele Songs sind auf der neuen CD?

Lausch: Neun Songs haben es auf das Album geschafft.(Salvador“s Pain, Second Rule, A Game Of Fools, Glass Bones, Here I Stand, Ignition, Tortoise, Twenty Seconds, Tide)

Tips: Wie lange hab ihr an „Glass Bones“ gearbeitet?

Lausch: Im Prinzip seit Fertigstellung der letzten CD „Canada is falling“ im Jahr 2012. Wirklich intensiv wurde die Arbeit dann im letzten Jahr.

Tips: Wie lange hat es gedauert, bis die Songs fertig waren?

Lausch: Viele der Song existierten schon lange als Fragmente oder Ideen. Einiges bekam dann aber erst im Studio den letzten Feinschliff.

Tips: Wie lange wart ihr damit im Studio?

Lausch: Schlagzeug, Bass und teilweise Gitarre wurden in zwei Sessions live im Studio eingespielt. Gesang und sonstige Overdubs kamen dann in vielen kleineren Sitzungen dazu.

Tips: Von wem stammen die Texte, von wem die Musik?

Lausch: Die Texte stammen zur Gänze vom Sänger und Gitarristen Alexander Lausch, die Musik wurde gemeinsam im Proberaum und im Tonstudio geschrieben. Zusätzlich kamen dann Anregungen von den Produzenten Georg und Jonathan Gabler.

Tips: Wie können sich Leser eure musikalische Arbeit vorstellen?

Lausch: Wir sind alle ziemlich beschäftigt – beruflich und mit anderen Musikprojekten – und geographisch getrennt – Wien und Waldviertel – dadurch sind die Proben sehr zielgerichtet und effizient angelegt. Das heißt, wir proben seltener, dafür gründlich. Beim Songwriting kommt in der Regel Alexander mit einer Idee auf der Gitarre und dann bauen wir gemeinsam weiter. Der Gesang kam diesmal erst ganz zum Schluss dazu. Die Songs funktionieren also eigentlich schon als Instrumentals wunderbar.

Tips: Seit wann spielt ihr?

Lausch: Alexander und Matthias musizieren seit ihrer Zeit im Gymnasium miteinander. Als Band im eigentlichen Sinn gibt es Lausch seit etwa 2005.

Tips: Von Lausch gibt es schon mehrere CDs?

Lausch: Die erste CD „Nothing but not“ erschien 2007, dann kam „Friend of the Captain“ im Jahr 2009 und unser letztes Album war „Canada is falling“, das 2012 veröffentlicht wurde.

Tips:Welche Unterschiede hat „Glass Bones“ zum Album „Canada is falling“?

Lausch: Das ist schwierig zu beantworten, weil wir alleine schon bandintern unsere Musik sehr unterschiedlich wahrnehmen. Und die Hörerinnen und Hörer draußen empfinden das dann nochmal anders. Grundsätzlich kann man sagen, dass wir versucht haben die Songs diesmal exakt auf den Punkt zu bringen. Alles was dem Song gut tut, kam rein, alles was fraglich und oder unklar war, fiel einfach raus. Wir haben noch nie so konsequent und gründlich auf ein Ziel hingearbeitet.

Tips:Gibt es Videos von Lausch?

Lausch: Ja, einige. Am bekanntesten ist das Video zum Song „Canada is falling“ mit fast 200.000 Views auf Youtube. Zum neuen Album sind drei Videos geplant. Das Album „Glass Bones“ erscheint am Freitag, 9. Oktober 2015. Live sind Lausch im Waldviertel am Sonntag, 25. Oktober 2015 in der Syrnau in Zwettl zu erleben.'Web:

www.lauschmusic.com


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