Eine durchwachsene Saison
WAIDHOFEN/THAYA. Die zweite Saison des Naschmarktes ist vorüber. An 26 Freitagen waren die Hütten am Hauptplatz neben dem Rathaus geöffnet. Alex Hunger ist der Marktverantwortliche im heurigen Jahr. Tips bat ihn um einen ersten Rückblick.

Im erfolgreich verlaufenen ersten Jahr des Naschmarktes 2014 war Geschäftsfrau Ulrike Ramharter für die Organisation zuständig. 2015 übernahm Alex Hunger, Mitbetreiber des Ladens „Danuspirit“, diese Funktion. Der Markt läuft unter der Schirmherrschaft des Vereins „ProWaidhofen“, in dem sich Waidhofner Unternehmer zusammenfinden, um für die positive Entwicklung der Stadt aktiv zu sein.
Tips:Wie ist der Waidhofner Naschmarkt 2015 gelaufen?
Alex Hunger: Unterm Strich war es eine durchwachsene Saison. Manche Tage waren sehr gut besucht, da reden wir von 200 und mehr Besuchern, manche mäßig bis schlecht. Hauptthema heuer war die extreme Hitze im Sommer, die dem Markt nicht so gut tat.
Tips:Es gab 2015 einige Neuerungen wie zum Beispiel einen Messerschleifer oder Spanferkelgrillerei. Wurden sie von den Besuchern angenommen?
Alex Hunger: Sehr gut gelaufen sind die Tage, an denen es Spanferkel gab, zum Beispiel bei der Eröffnung am Freitag, 8. Mai. Dieser Nachmittag war auch ein Highlight des heurigen Jahres mit fast 300 Besuchern. Der Messerschleifer ist sehr gut angekommen.
Tips:Auch der Hospizverein Waidhofen war am Markt vertreten.
Alex Hunger: Einen Freitag pro Monat waren Vertreter vom Hospizverein am Markt und haben Kaffee und Kuchen verkauft. Das war speziell für Pensionisten gedacht. Ich glaube, für den Verein hat sich das ausgezahlt. Ich habe schon gehört, dass der Hospizverein auch nächstes Jahr wieder dabei sein will.
Tips:Neu war auch die Künstlerhütte, wie hat die funktioniert?
Alex Hunger: In dieser Hütte haben unterschiedliche Künstler und Kunsthandwerker abwechselnd ihre Produkte angeboten, wie beispielsweise Patchworktaschen, Zwirnknöpfe, Steingutwaren, Keramik und so weiter. Ich habe noch nicht wirklich ein Feedback von den Leuten. Eine einzige Ausstellerin dürfte unzufrieden gewesen sein, sie hat schon verkündet, dass sie nicht mehr dabei sein wird.
Tips:Hat die sogenannte Gastrohütte funktioniert?
Alex Hunger: Die Gastrohütte ist eine super Idee und optimal für ein Projekt wie den Naschmarkt. Jeden Freitag wurde ein Menü gekocht und angeboten. Das ist in den ersten Monaten sehr gut von den Besuchern angenommen worden. Allerdings war die Hütte dann einige Male geschlossen – als einzige von allen – und danach ging der Verkauf der Menüs ziemlich zurück. Klar ist geworden, dass nächstes Jahr die Öffnungszeiten der Gastrohütte und der anderen Hütten angeglichen werden.
Tips:Eine Besonderheit war heuer auch das „Waidhofner-Herzerl“, dass am Tag des Brotes, Freitag, 16. Oktober beim Naschmarkt präsentiert wurde.
Alex Hunger: Die Waidhofner Bäcker Andreas Müssauer und Otto Sischka haben dieses spezielle Weckerl entwickelt. Es ist aus Dinkelvollmehl mit Streusamen gemacht.
Tips:Hat es irgendwelche ungewöhnlichen Ereignisse gegeben?
Alex Hunger: Ich freue mich sehr über den Obst- und Gemüsehändler Tristan Toé (Bioproduzent aus Gars/Kamp), der ein Gewinn für den ganzen Markt ist. Er ist ein sehr netter, umgänglicher Mensch, gebürtiger Franzose. Zu ihm sind immer wieder vor allem auch jüngere Menschen gekommen, um sich mit ihm französisch zu unterhalten. Das ist für mich eine tolle Art, wie Menschen zueinander kommen können.
Tips:Danke fürs Gespräch.


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