Vom Reisevirus befallen
WAIDHOFEN/THAYA. Gerlinde und Ernst Martinek präsentieren ihre neue Multivisionsshow “Übers Nordkap in den Iran“ in der Stadt. An zwei Abenden zeigen sie ihrem Publikum mit bezaubernden Bildern, spannenden Filmsequenzen und witzigen Geschichten die spannenden Erlebnisse ihrer fast 30.000 Kilometer langen Reise. Vor etwa einem Jahr traf sich Tips mit den beiden Reiseprofis und erfuhr interessante Geschichten aus dem Leben von Globetrottern. von ERICH SCHACHERL

Wir sind vom Reisevirus befallen“, sagt Ernst Martinek mit einem charmanten Lächeln. An zwei Abenden im Februar 2015 haben er und seine Frau Gerlinde einige der zirka 100 Besucher, die zur Premiere der neuen Multivisionsschau „Island – Wildes Paradies im Norden“ im Raiffeisensaal gekommen waren, damit angesteckt. 2016 nehmen sie ihr Publikum auf eine Reise in den Iran mit.
Waidhofen ist besonders
Die erste öffentliche Bilderschau präsentierten die seit einigen Jahren pensionierten, ehemaligen Lehrer bereits im Jahr 1989. „Das hieß damals „Durchs wilde Kurdistan“ und war eine Reise durch Anatolien“, erinnert sich Ernst Martinek. „Das war auch bereits der erste Vortrag in Waidhofen“, fügt er hinzu. Seither waren sie Jahr für Jahr in der Stadt zu Gast und ließen ihr Publikum an mehr als 30 verschiedenen Reisen teilhaben, die sie durch die unterschiedlichsten Gegenden der Welt führten. Toskana, Istanbul, Portugal, Mexiko, Australien, die Seidenstraße in China, Namibia und Indien waren darunter, um nur einige zu nennen. Waidhofen bedeutete von Anfang an bis heute etwas Besonderes. Weil ihr Publikum und auch die Veranstalter immer begeistert waren und sie von Beginn an freundschaftlich aufgenommen wurden. „Hier spüren wir immer das persönliche Wohlwollen der Gäste. Das ist nicht überall so. Wir haben ein großes Stammpublikum“, freuen sie sich.
Für Ernst Martinek liegt seine Reiselust auf der Hand: „Als ehemaligen Geographielehrer fasziniert mich natürlich das kennenzulernen, was ich meinen Schülern in der Theorie beigebracht habe“, erklärt er. Dazu kommt noch eine gewisse Entdeckerfreude, „denn bei jeder Reise die man macht, entdeckt man für sich selbst etwas Neues.“ Und er erzählt gerne Geschichten vor Menschen, die ihm zuhören. „Ich habe schon als Lehrer gerne über fremde Länder erzählt, aber gelangweilte Schüler interessiert das oft nicht. Bei den Vorträgen hören die Besucher aufmerksam zu“, erläutert er.
Das kann ich auch
Begonnen hat die Leidenschaft für das Erstellen und Präsentieren von Multivisionsshows irgendwann in den 1980er Jahren. Ernst Martinek weiß noch gut: „Als Obmann des Kulturvereins unserer Heimatgemeinde habe ich sporadisch auch Reisevorträge organisiert. Bei einem solchen Vortrag bin ich im Publikum gesessen und mir gedacht, ich glaube, das kann ich auch.“ Gedacht, probiert, getan und mit voller Leidenschaft in dieses Metier eingetaucht, so lässt sich der weitere Weg beschreiben. Damals noch mit aus heutiger Sicht veraltetem technischen Equipment wie beispielsweise mehreren speziellen Überblendprojektoren genießt Martinek die modernen technischen Möglichkeiten mit Beamer und Computer, die ihm jetzt zur Verfügung stehen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden