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Leserartikel Online Redaktion, 22.12.2015 10:40

WAIDHOFEN/THAYA. Das Arbeitsmarktservice hat eine erste Jahresbilanz gezogen.

Mit einem voraussichtlichen Bruttoinlandsprodukt (BIP) Anstieg von 0,7 Prozent verzeichnete Österreich heuer ein sehr schwaches Wirtschaftswachstum. Das Konjunkturumfeld für die österreichische und damit auch für die niederösterreichische Wirtschaft ist anhaltend schwierig. Auch 2015 war keine substantielle Beschleunigung der Dynamik zu erkennen. In der zweiten Jahreshälfte hat die Investitionstätigkeit etwas zugenommen und die Exportgeschäfte wurden leicht belebt. Das (nieder-)österreichische Wirtschaftswachstum wird in diesem Jahr mit einem voraussichtlichen Plus von 0,7 Prozent zwar über den Werten der letzten beide Jahre liegen, aber zu schwach sein, um für eine günstige Arbeitsmarktentwicklung zu sorgen.

Beschäftigung im Bezirk Waidhofen/Thaya

Voraussichtlich 10.017 Personen werden im Jahresdurchschnitt 2015 beschäftigt gewesen sein, davon ausgenommen sind Kindergeldbezieher und Präsenzdiener. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein leichter Rückgang von rund 20 Beschäftigten (-0,2%). Gleichzeitig hat aber auch die Zahl der arbeitslosen Personen in Waidhofen/Thaya mit einem Plus von 3,9 % auf voraussichtlich 827 im Jahresdurchschnitt 2015 stark zugenommen. Rechnet man die Teilnehmer an AMS-geförderten Schulungen hinzu, werden insgesamt jahresdurchschnittlich 959 Personen aus dem Bezirk Waidhofen/Thaya jobsuchend gewesen sein.  

Mehr Jobsuchende wieder im Berufsleben, mehr freie Stellen vermittelt

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt haben die AMS-Mitarbeiter viel für Jobsuchende und Unternehmen in diesem Jahr erreicht. „Bis Ende Dezember werden knapp 1.370 Jobsuchende wieder in Beschäftigung und 720 freie Stellen und Lehrstellen mit passenden Arbeitslosen besetzt sein. Damit wird das Jahresergebnis 2015 über den Werten des vergangenen Jahres liegen“, freut sich die Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen/Thaya, Edith Zach. Gegenüber dem Vorjahr wird das AMS Waidhofen bei den Arbeitsaufnahmen von Jobsuchenden ein Plus von 45 (+3,4%) verzeichnen. Gegenüber 2014 wird die Zahl der besetzten freien Stellen um rund 16 (2,2%) gestiegen sein.

Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt stark an, aber mehr Personen vermittelt

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen wird sich 2015 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifachen! Voraussichtlich 81 Personen werden heuer bereits ein Jahr und länger beim AMS Waidhofen/Thaya arbeitslos vorgemerkt sein. Gleichzeitig ist es trotz angespannter Lage am Arbeitsmarkt gelungen, mehr Personen dieser AMS-KundInnengruppe wieder Chancen am Arbeitsmarkt zu eröffnen: 11 Arbeitsuchende aus dem Bezirk mit einer Vormerkdauer von zwölf Monate (und mehr) werden heuer den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben schaffen. Das sind um 58,8% mehr als 2014!

Einstellungs-Sache 50+: Kampagne des AMS NÖ greift

Fast jeder dritte Arbeitslose aus dem Bezirk Waidhofen/Thaya ist 50 Jahre alt oder älter. „Einmal arbeitslos geworden, ist es bei angespannter Lage am Arbeitsmarkt für Golden Ager besonders schwer, im Berufsleben wieder Fuß zu fassen“, weiß Edith Zach zu berichten. Die Zahl der arbeitslosen Waidhofner, die der Generation 50+ angehören, ist 2015 kaum gestiegen: im Vergleich zum Vorjahr um voraussichtlich 0,3% auf jahresdurchschnittlich 259 Personen. Gleichzeitig wird bis Ende Dezember 316 Jobsuchenden aus dem Bezirk ab 50 Jahren der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben gelungen sein. „Das sind um etwa 50 mehr als im letzten Jahr. Ein Zeichen, dass unsere Kampagne Einstellungs-Sache 50+ Wirkung zeigt“, erklärt Zach. Für 80 Arbeitsuchende im Alter ab 50 hat das AMS Waidhofen/Thaya heuer eine Förderung für Dienstgeber, die Personen aus dieser Gruppe einstellen, finanziert.

Jugendliche mit -7,6% ein erfreulicher Rückgang

Voraussichtlich 109 arbeitslose Waidhofner waren heuer 15 bis 25 Jahre alt. Gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2014 bedeutet dies einen Rückgang von – 7,6% (neun Personen). 280 Jugendlichen wird in diesem Jahr der Wiedereinstieg ins Berufsleben gelingen.


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