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Breitbandausbau: Bundesförderungen für Waldviertler Stadtland und Thayaland

Daniel Schmidt, 20.02.2017 18:03

WAIDHOFEN/THAYA-GMÜND. Mit Hochdruck setzt die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) den Glasfaserausbau in den vier Pilotregionen Ybbstal-Eisenstraße, Triestingtal, Waldviertler Stadtland und Thayaland um. Nun wurden insgesamt 16,3 Millionen Euro an Bundesförderungen für den Ausbau einer offenen, öffentlichen und zukunftssicheren Infrastruktur an die nöGIG vergeben. Der größte Teil davon fließt in die Pilotregionen, vor allem in das Waldviertel.

V.l.: nöGIG-Geschäftsführer Hartwig Tauber, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki stellten die Pläne vor. Foto: Erich Marschik

„Die intensiven Anstrengungen des Landes Niederösterreich und insbesondere das Niederösterrichische Glasfasermodell haben dazu beigetragen, dass unser Bundesland einen relativ hohen Anteil aus den beiden 'Fördercalls' des Bundes bekommen hat. Damit gelingt es uns, bis 2018 die Pilotregionen flächendeckend mit Glasfaseranschlüssen bis zum Haushalt zu versorgen,“ betont Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) hat im Zuge des Programms „Breitband Austria 2020“ die beiden Fördercalls „LeRohr 1“ und „Access 1“ aufgelegt. Mit diesem Programm wird der Ausbau von Breitbandnetzen in ganz Österreich gefördert.

„Das Niederösterreichische Glasfasermodell, das erst kürzlich von der Europäischen Kommission mit dem Europäischen Breitband-Award ausgezeichnet wurde, ist das wichtigste Infrastrukturprojekt des 21. Jahrhunderts in unserem Bundesland. Mit diesem Modell machen wir den Standort Niederösterreich fit für die Herausforderungen der Digitalisierung. Wirtschaft und Bevölkerung werden gleichermaßen Vorteile daraus ziehen. Darüber hinaus ist der Breitbandausbau auch ein wichtiger Beitrag zur regionalen Wirtschaftsleistung. Bislang ist es gelungen, beim Glasfaserausbau mehr als 70 Prozent der Wertschöpfung in Niederösterreich zu realisieren,“ hält Bohuslav fest.

Wettbewerb soll Preise niedrig halten

ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki erklärt die Fortschritte beim Glasfaserausbau: „Mit dem nöGIG-Modell ist erstmals ein echter Wettbewerb sichergestellt, von dem die Endkunden stark profitieren, wie man beispielsweise in Pilotgemeinden im Waldviertel sieht, wo man Glasfaser-Internet bereits unter 30 Euro monatlich erhält. Wir liegen mit unserem Projekt voll im Plan, doch wir wollen noch schneller werden. Die für Ende 2018 geplante Evaluierung der Pilotregionen ziehen wir in den Sommer 2017 vor. Danach wollen wir rasch Schritte für den weiteren Ausbau in Niederösterreich setzen.“

Im Vorjahr wurden in Niederösterreich bereits 6.100 Haushalte und 400 Betriebe mit Glasfaseranschlüssen aufgerüstet. Bis Ende 2018 soll sich die Zahl der Anschlüsse mehr als verfünffachen. „Dann werden 34.000 Haushalte und Betriebe direkt an das Glasfasernetz angebunden sein. Dies ist für die Standortentwicklung entscheidend. Nachhaltige und leistbare Breitbandlösungen werden vor allem in peripheren Regionen zu einem immer wichtigeren Kriterium“, betont nöGIG-Geschäftsführer Hartwig Tauber.

Die Kleinregion Waldviertler StadtLand im Bezirk Gmünd umfasst die Gemeinden Amaliendorf-Aalfang, Brand-Nagelberg, Gmünd, Großdietmanns, Hirschbach, Hoheneich, Kirchberg am Walde, Schrems und Waldenstein

Die Kleinregion Thayaland besteht aus allen 15 Gemeinden des Bezirks Waidhofen/Thaya: Dietmanns, Dobersberg, Gastern, Groß Siegharts, Karlstein, Kautzen, Ludweis-Aigen, Pfaffenschlag, Raabs, Thaya, Vitis, Waidhofen, Waidhofen-Land, Waldkirchen und Windigsteig.


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