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Stärkekartoffelproduzenten: Gerhard Bayer folgt Alfred Sturm als Obmann nach

Daniel Schmidt, 30.01.2018 13:20

WAIDHOFEN/THAYA. Seit mittlerweile 18 Jahren führte Alfred Sturm die Vereinigung Österreichischer Stärkekartoffelproduzenten als Obmann an. Am Donnerstag, 25. Jänner ging allerdings eine Ära zu Ende. Sturm (Stadtrat in Waidhofen/Thaya) übergab im Rahmen der Generalversammlung seine Funktion an seinen Nachfolger Gerhard Bayer aus Matzles bei Waidhofen/Thaya. Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) und Landwirtschaftskammer Vizepräsident Otto Auer würdigten Sturms Arbeit und gratulierten Bayer zu seiner neuen Funktion.

  1 / 2   Obmannwechsel (vl.): Landwirtschaftskammer NÖ Vizepräsident Otto Auer, Alfred Sturm, Gerhard Bayer und Landesrat Ludwig Schleritzko.

„Es waren 18 Jahre, die geprägt waren von guter Zusammenarbeit. Egal ob das Land Niederösterreich, die Landwirtschaftskammer, die Agrana oder das Ministerium – es war stets ein gutes Miteinander. Natürlich gab es auch unsichere Jahre. Vor allem nach dem Auslaufen der Stärkekartoffelmarktordnung. Aber gemeinsam konnten wir die Zukunft des Stärkekartoffelbereichs gestalten“, lässt Alfred Sturm seine Zeit als Obmann der Vereinigung Österreichischer Stärkekartoffelproduzenten (VÖSK) Revue passieren. Partnerschaften, die auch unter dem neuen Obmann gepflegt werden sollen. „Es ist mir wichtig, dass wir auch weiter an einem Strang ziehen. Der Stärkebereich konnte sich in den letzten Jahren sehr gut entwickeln. Diesen Weg möchte ich weitergehen“, so Gerhard Bayer, der künftig als Obmann die Geschicke der VÖSK leiten wird.

Nachfolger aus der unmittelbaren Umgebung

Mit Gerhard Bayer setzt sich einmal mehr ein gebürtiger Waldviertler für die Anliegen der Stärkekartoffelproduzenten ein. Bayer stammt ebenso wie Sturm aus dem Bezirk Waidhofen/Thaya. „Stärkekartoffelanbau hat bei uns im Waldviertel einen enormen Stellenwert. Das trägt auch die Handschrift von Alfred Sturm, der als Obmann hier wesentliche Schritte setzen konnte. Mit Gerhard Bayer folgt ihm jemand nach, der die Anliegen und Probleme des Stärkekartoffelanbaus sowohl aus pflanzenbaulicher, als auch aus wirtschaftlicher Sicht bestens kennt“, ist Landesrat Ludwig Schleritzko überzeugt und spricht den beiden seinen Dank für ihr Engagement aus.

Werk in Gmünd enorm wichtig

Aber nicht nur im Waldviertel wird die Bedeutung der Stärkekartoffelproduktion ersichtlich, wie Landwirtschaftskammer Vizepräsident Otto Auer zu berichten weiß: „Jeder dritte in Österreich produzierte Erdapfel wird im Agrana-Werk in Gmünd verarbeitet. Damit hat der Stärkekartoffelsektor einen zentralen Stellenwert in der gesamten heimischen Erdäpfelbranche. Wir als Interessenvertretung werden weiterhin starker Partner der Stärkekartoffelproduzenten sein und auch den neuen Obmann bestmöglich unterstützen.“

Bio-Bereich hat an Bedeutung gewonnen

In den vergangenen Jahren konnte ein Anstieg der Bio-Flächen registriert werden. „Da der Biostärkekartoffelanbau stark an Bedeutung gewonnen hat, gibt es mit dem Bioanbauer und langjährigem Vorstandsmitglied Franz Pröglhöf aus Drosendorf erstmals einen dritten Obmanstellvertreter, der künftig diesen Bereich mit seinem Know-How abdecken wird“, so Auer. Damit unterstützt Pröglhöf Obmann-Stellvertreter Franz Inhofer aus Reingers. Ebenfalls neu in der Funktion als zweiter Obmann-Stellvertreter ist Hans Gnauer, der aus Maissau stammt.


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