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YBBSTAL. Von den Bergrettungsortsstellen Amstetten und Waidhofen trafen sich 52 Bergretter für zwei Tage auf der Forsteralm, um gemeinsam für den Notfall zu üben.

Das Reanimieren wurde von den Teilnehmern an der Puppe geübt.
  1 / 4   Das Reanimieren wurde von den Teilnehmern an der Puppe geübt.

Der schneereiche Winter bringt heuer wieder mehr Skifahrer in die Berge und die Zahl der Skitourengeher und Schneeschuhwanderer ist so groß wie nie zuvor. Kein Wunder, dass auch die Zahl der Einsätze der Bergrettung im Vergleich zu den letzten Jahren wieder steigt. Die Unfallrate bleibt etwa gleich, sie liegt je nach Schneebeschaffenheit und Wetterlage bei etwa 1 : 2000 bis 1 : 2500. Das heißt: Auf 2000 Skifahrer pro Tag kommt im statistischen Mittel in etwa ein Unfall zu dem die Bergrettung gerufen werden muss. Man könnte auch sagen, wenn ein Durchschnittsskifahrer drei Wochen pro Jahr, also 21 Tage, Ski fährt, dann kann er dies 100 Jahre tun, mit dem Risiko sich einmal ernsthaft zu verletzen. Allerdings zeigt die Statistik ein Paradoxon, je weniger häufig Personen Ski fahren, also schlechter trainiert sind, umso größer ist das Unfallrisiko.

Seit letzten Herbst hat der Österreichische Bergrettungsdienst jährliche umfangreiche verpflichtende Schulungen und Weiterbildung für die aktiven Bergretter festgelegt. Für die Bergretter aus Amstetten und Waidhofen ist allerdings die laufende Weiterbildung nichts Neues. Jedes Jahr Ende Jänner gibt es eine gemeinsame große Winterübung.

Heuer war das prägende Schulungsereignis die Einführung der AED – Automatisierte Elektrische Defibrillatoren–, die jeder Bergrettungsortsstelle ab nun zur Verfügung stehen. Auf der Forsteralm ist ein „Defi“ bei der Liftkassa ab sofort verfügbar. In Zeiten von leistungswilligen Senioren ist diese eine naheliegende Notfall-Vorsorgemaßnahme, auch wenn man natürlich hofft, den Defi nicht wirklich einsetzen zu müssen.

In mehreren Gruppen wurden ferner das weitreichende Spektrum an medizinischer alpiner Erstversorgung, Transport und Lagerungen im Akja und Bergrettungstechniken beübt. Bei einer anschließenden Nachtübung mussten drei im Skigebiet verirrte und verletzte Schifahrer gesucht und geborgen werden. Am Sonntag gab es dann noch eine harte Einsatzübung. Dabei galt es zwei verletzte Skitourengeher, die vom Hirschkogel ins Bürgertal abgefahren waren, zu retten. Das Wetter war zwar schön, der Bruchharsch erschwerte jedoch diese Übung. Alle Bergretter haben ihr Wissen und Können weiter perfektioniert und sind somit für den Notfall bestens gerüstet.


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