Filmzuckerl "Battle of the Sexes"
WAIDHOFEN/YBBS. Der Verein „Filmzuckerl“ zeigt „Battle Of The Sexes“ am Mittwoch, 21. Februar 2018, um 20.30 Uhr und am Donnerstag, 22. Februar 2018, um 18 Uhr im Original mit Untertiteln in der Filmbühne Waidhofen/Ybbs.

Die USA 1973: in einer aufgewühlten Zeit, in der durch die Frauenbewegung und die sexuelle Revolution das traditionelle Geschlechterverhältnis in Frage gestellt wird, entwickelt sich der Schaukampf zwischen der weltweiten Nummer eins des Damentennis Billie Jean King (Emma Stone) und dem Ex-Tennischampion und notorischen Zocker Bobby Riggs (Steve Carell) zum meist gesehenen Sportevent der Fernsehgeschichte – zum „Battle of the Sexes“, dem „Kampf der Geschlechter“, bei dem weltweit 90 Millionen Zuschauer mitfiebern.
Selbstfindung in Zeiten des Geschlechterkampfes
Doch während sich die beiden Rivalen inmitten der medialen Hysterie auf das Match vorbereiten, müssen sie weit komplexere Kämpfe mit sich selbst ausfechten. King, ein äußerst zurückhaltender Mensch, streitet nicht nur für Gleichberechtigung, sondern muss sich über ihre eigene Sexualität klar werden, als sie entdeckt, dass sie für ihre Vertraute Marilyn Barnett (Andrea Riseborough) mehr als nur Freundschaft empfindet. Und Briggs, einer der ersten Selfmade-Promis des Medienzeitalters, kämpft mit dem Dämon der Spielsucht, der sein Familienleben und seine Beziehung zu Ehefrau Priscilla beeinträchtigt.
Vieldiskutierte Thematik
Billies und Bobbys „Battle of the Sexes“ war 1973 ein historisches Ereignis, dessen Ausstrahlung über den Tennisplatz hinaus, von Schlafzimmern bis in Vorstandsetagen, für heiße Diskussionen sorgte – und dessen Echo noch heute nachhallt. Das Regie-Duo und Ehepaar Valerie Faris und Jonathan Dayton (“Little Miss Sunshine“) wirft mit ihrem Film nach einem Drehbuch von Simon Beaufoy (“Slumdog Millionaire“) ein Schlaglicht auf diesen geschichtlichen Moment, in dem zwei sehr komplexe Menschen den gesellschaftlichen Wandel verkörperten. Mit sorgfältiger Kameraarbeit und detailgenauer zeitgeschichtlicher Rekonstruktion gelingt es dem Filmemacherduo, jenen Wendepunkt herauszustellen, an dem die bisherigen Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen, zwischen Mainstream und Marginalisierten, ins Rutschen gerieten.


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