Glasfaserausbau im Ybbstal ist auf Schiene
YBBSTAL. Die Bevölkerung der Pilotregion Ybbstal-Eisenstraße hat sich für den Glasfaserausbau ausgesprochen. Göstling, Hollenstein, Opponitz, St. Georgen am Reith, Waidhofen und Ybbsitz haben die 40 Prozent Zustimmung erreicht, die für den Bau der offenen, öffentlichen und zukunftssicheren Glasfaserinfrastruktur erforderlich ist. Die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) hat die zahlreichen Unterstützungserklärungen ausgewertet und geprüft. Nun hat Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP) das offizielle Ergebnis der Nachfragesammlung bekanntgegeben.

„Nachdem die 40-Prozent-Hürde von den Gemeinden genommen wurde, wird die nöGIG bis Ende 2018 die Glasfaserinfrastruktur errichten. In manchen Siedlungen lag die Zustimmungsrate für den Breitbandausbau sogar bei 80 Prozent. Der Bau eines flächendeckenden Glasfasernetzes ist das wichtigste Infrastrukturprojekt des 21. Jahrhunderts. Ich freue mich, dass dieses Projekt im Ybbstal nun rasch umgesetzt wird, da sich die Menschen in der Region mit überwältigender Zustimmung für das niederösterreichische Breitbandmodell entschieden haben“, so Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav. Damit haben alle Gemeinden der Pilotregion – mit einer Ausnahme – die Nachfragesammlung abgeschlossen. Die Marktgemeinde Lunz am See beginnt mit der Sammlung im Februar.
Ybbstal-Eisenstraße ist eine von vier Pilotregionen, in denen das Niederösterreichische Breitbandmodell erprobt wird. Dass hier nun der nächste Schritt auf dem Weg zur Breitbandversorgung gesetzt wird, freut die Bürgermeister Werner Krammer (Waidhofen/Ybbs, WVP), Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer (SPÖ, Hollenstein/Ybbs, SPÖ), Johann Lueger (Opponitz, ÖVP), Abg.z.LT Helmut Schagerl (St. Georgen am Reith, SPÖ), Josef Hofmarcher (Ybbsitz, ÖVP), Friedrich Fahrnberger (Göstling, ÖVP) ebenso wie die stellvertretende ecoplus Aufsichtsratsvorsitzende LAbg. Bgm.in Michaela Hinterholzer (ÖVP) und Abg. z. NR Mag. Andreas Hanger (ÖVP) und Regionalkoordinatorin Birgit Weichinger.
Kleinregionssprecher Werner Krammer: „Die Stimmung bei der Sammlung der Unterschriften war sehr positiv. Die Menschen haben die Chance genutzt, den Wert ihrer Liegenschaften zu steigern und in die Zukunft zu investieren. Die Bürgermeister der Gemeinden sind sich einig, dass es in der heutigen Zeit unverzichtbar geworden ist, schnell und kostengünstig mit dem Internet verbunden zu sein. Waidhofen und damit auch die gesamte Region muss wieder wachsen - Glasfaser-Infrastruktur ist dazu für uns als Standort unverzichtbar.“
Die Niederösterreichische Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG), eine Tochtergesellschaft der Wirtschaftsagentur ecoplus, beginnt nun mit der Errichtung der Infrastruktur. nöGIG-Geschäftsführer Prof. Hartwig Tauber betont: „Wir werden überall dort aktiv, wo der Markt unzureichend funktioniert und ein flächendeckender Ausbau einer Gemeinde für private Netzbetreiber nicht rentabel ist. Wir errichten eine leistungsfähige Infrastruktur, auf deren Basis Netzbetreiber und Dienstanbieter Services zu fairen Konditionen anbieten können.“
„Nach dem Ausbau in den Pilotregionen wird das Modell evaluiert und eine Ausweitung auf ganz Niederösterreich geprüft. Wir liegen mit diesem großen Infrastrukturprojekt voll im Plan und bekommen auch internationale Anerkennung dafür: Erst vor kurzem hat die EU-Kommission uns mit dem Broadband Award 2016 ausgezeichnet“, so ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki.


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