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YBBSTAL/AMSTETTEN. Bis 2029 wird Bahn-Angebot in Niederösterreich um 25 Prozent ausgebaut. Die Landeshauptleute Niederösterreichs, Wiens und des Burgenlands haben heute die Pläne für den Ausbau des Bahn-Angebots in der Ost-Region und die Grundsätze des zukünftigen Verkehrsdienstevertrages präsentiert. 
 

Foto (v. l.): Anton Kasser, Ludwig Schleritzko, Michaela Hinterholzer (Foto: Büro LR Schleritzko)
Foto (v. l.): Anton Kasser, Ludwig Schleritzko, Michaela Hinterholzer (Foto: Büro LR Schleritzko)

„Alleine das Land Niederösterreich wird in den kommenden zehn Jahren bis 2029 über 1,1 Milliarden Euro für die Bestellung von Bahn-Leistungen in die Hand nehmen. Damit werden wir das Angebot im Land bis zu 25 Prozent ausbauen können. Diese Öffi-Milliarde für Niederösterreich bringt auch Verbesserungen für den Bezirk Amstetten“, erklärt Niederösterreichs ÖVP-Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Investition von 505 Millionen Euro in den letzten 20 Jahren

Der Verkehrsdienstevertrag ist die Grundlage für alle Angebote im Nah- und Regionalverkehr auf der Bahn. Hier wird festgelegt, welche Angebote abgerufen werden können. Grundlage dafür bilden unter anderem die geplanten Infrastruktur-Ausbauten und neue Fahrzeuge. „Viele wissen nicht, dass das Land Niederösterreich alle Verbesserungen im regionalen Bahnverkehr im Bundesland seit 2000 finanziert hat. Das hat uns in diesen 20 Jahren 505 Millionen Euro gekostet. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und nehmen mit 1,1 Milliarden Euro für die kommenden zehn Jahre deutlich mehr Geld in die Hand“, wissen die ÖVP-Landtagsabgeordneten Michaela Hinterholzer und Anton Kasser.

Mobilitätswende für den Klimaschutz

Insgesamt wird die Zahl der Züge, die an Werktagen in der Ost-Region unterwegs sein werden, von derzeit 2.500 auf 3.000 steigen. Damit erhöht sich auch die Zahl der Sitzplätze von 600.000 auf 800.000 pro Tag. „Möglich wird dieser Ausbau durch das Miteinander über die Landesgrenzen hinweg und die Zusammenarbeit mit der Bundesregierung. Wir sprechen hier von einem großen Schritt auf unserem Weg zur Mobilitätswende. Ein entscheidender Beitrag für den Klimaschutz“, so Schleritzko.

Übersicht über geplante Verbesserungen bis 2029 für Amstetten

Auf der Rudolfsbahn wurden die Grundlagen für eine Ausweitung der Betriebszeiten im Abend- und Frühverkehr im Abschnitt zwischen Amstetten und Waidhofen an der Ybbs geschaffen.

Diese Verbesserungen sind schon seit 15. Dezember 2019 in Kraft.

Westbahn

Taktlückenschlüsse am Wochenende

o   täglicher Stundentakt – bisher: Zweistundentakt am Wochenende, das heißt fünf Züge Richtung Amstetten bzw. acht Züge Richtung St. Valentin pro Tag am Wochenende mehr

zusätzlicher Zug zur Morgen-Hauptverkehrszeit – durchgehender Halbstundentakt im Frühverkehr Richtung Amstetten/Wien

Taktlückenschlüsse im Abendverkehr

o   durchgehender Stundentakt bis 23.07 Uhr ab Amstetten bzw. 23.24 Uhr ab St. Valentin – bisher teilweise zweistündige Lücken

o   neuer täglicher Spätzug um 00.18 Uhr ab Amstetten (Anschluss Fernverkehr) – bisher nur am Wochenende

Rudolfsbahn

Betriebszeitenausweitungen und durchgehender Taktverkehr

o   täglicher Stundentakt zwischen Amstetten und Waidhofen (bisher Lücken vorhanden)

o   Wiederherstellung des tagesdurchgängigen Taktverkehrs, volle Funktion des Taktknotens Amstetten 

o   durchgehender Halt in Sonntagberg (aufgrund Taktknoten Amstetten) 

zusätzliche Direktverbindung von Wien ins Gesäuse (und retour) am Wochenende (SaSoF)

o   somit neu je Richtung zwei Direktverbindungen von/nach Wien Westbahnhof pro Tag (bisher nur einmal pro Tag und Richtung ab/bis Amstetten)

o   hauptsächlich für Ausflugs, Freizeit- und Wandertourismus


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