Elf Vorschläge für die Bebauung des ehemaligen Bene-Areals wurden präsentiert
WAIDHOFEN/YBBS. Am ehemaligen Bene-Areal entsteht eine völlig neue Wohn- und Arbeitswelt. Mögliche Antworten auf die Frage, wie genau das aussehen könnte, gab der am 23. Jänner stattgefundene Architekturwettbewerb.Nach einer Vorauswahl nahmen insgesamt elf Architekturbüros an diesem Workshop-Termin im Schloss Rothschild teil und präsentierten ihre Projekte öffentlich, die anschließend von einem breiten Publikum diskutiert wurden.

„Es freut mich, dass so großes Interesse an dieser Jahrhundertchance besteht“, betonte WVP-Bürgermeister Werner Krammer bei seiner Begrüßung. Vor gut sieben Jahren verhängte die Stadt einen Baustopp über das ehemalige Bene-Areal, das damals zum Verkauf stand. „Wir wollten dieses Gebiet unter keinen Umständen an einen Investor verlieren auf den wir keinen Einfluss mehr haben“, so Stadtchef Krammer weiter, der die enorme Bedeutung des ehemaligen Bene-Areals für die Entwicklung des Stadtteils Zell erneut hervorhob und sich ausdrücklich bei der Firma Bene sowie der Alpenland Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft für die gute Zusammenarbeit bedankte.
Einladung an bundesweit beste Architekturbüros
Gemeinsam mit Architekt Ernst Beneder erstellten die Partner einen Masterplan, der gleichsam wirtschaftliche, öffentliche als auch städteplanerische Interessen berücksichtigt. Die besten Architekturbüros Österreichs wurden eingeladen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Anfang Dezember erörterten alle Beteiligten im Rahmen eines ersten Workshops die Rahmenbedingungen. Nun präsentierten die elf vorausgewählten Architekturbüros ihre Vorschläge.
Jurayvorsitzender Beneder
Ernst Beneder leitete als Juryvorsitzender die Veranstaltung und erklärte: „Es ist mir als Zeller ein besonderes Anliegen in meiner unmittelbaren Nachbarschaft einen weiteren Baustein hinzuzufügen von dem wir einfach mehr haben. Ganz besonders freut es mich, dass wir in einem kooperativen Verfahren auch den Bürgern eine Möglichkeit zur Beteiligung bieten können.“ Im Anschluss an die Präsentation standen die Architekten für Fragen zur Verfügung ehe in einer großen Runde weiterdiskutiert wurde.
Zeller Hauptthema: Verkehr
Vor allem das Verkehrsthema nahm in diesem Rahmen viel Raum ein. „Uns ist bewusst, dass das Verkehrsaufkommen in Zell für die Anrainer eine Belastung darstellt. Bereits 2016 hat die Stadt hier Verkehrszählungen veranlasst und Geschwindigkeitsmessungen sowie Beschränkungen durchgeführt. Nach vier Jahren und auch aufgrund der Projekte, die derzeit in Zell im Entstehen sind, ist es Zeit, neu zu evaluieren und herauszufinden, ob sich das Verkehrsaufkommen vielleicht sogar verändert hat. Der Verkehr muss aus Zell weg und deshalb möglichst rasch in ein übergeordnetes, öffentliches Verkehrssystem eingebunden werden“, so Bürgermeister Krammer.
Leitprojekt „HALLE 1“
Als Leitprojekt für die weitere Bearbeitung wählte die Jury den Vorschlag des Salzburger Büros „HALLE 1“ aus. „Dieses Projekt zeichnet sich durch eine durchgängige und selbsterklärende feine Maßstäblichkeit aus. Eine einladende Geste zum Kirchenplatz, ineinander übergehende und sich verschränkende Freiräume, die eine freundliche Wegeverbindung zur Moysesstraße anbieten und dort an das weiterführende Wegenetz anschließen. Besonders beachtet haben wir auch die Verbesserung in der Moysesstraße selbst und die stadträumliche Anbindung rund um das Hinterland der bestehenden Schulen hin zum Hauptplatz“, erklärt Fachpreisrichter Beneder.
Steyrer Architekturbüro Hertl
Diesem Projekt stellte die Jury ein weiteres hinzu. Jenes des Architekturbüros Hertl aus Steyr, das insbesondere für die Werkhalle 3 interessante Vorschläge geliefert hat und eine wertvolle Ergänzung darstellen kann. Die Projekte werden nun in Abstimmung mit den Nutzerinteressen und den wertvollen Anregungen aus der öffentlichen Diskussion überarbeitet. Ende März ist mit einem Resultat zu rechnen, das neuerlich der Jury vorgestellt wird.


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