Waldhausner Kickerinnen: „Wir suchen Verstärkung“
WALDHAUSEN. Ihr gemeinsames Hobby ist das runde Leder. Spaß am Sport und Teamgeist stehen dabei im Vordergrund. Nun sucht die junge Damenfußballmannschaft des SV Waldhausen nach Verstärkung. Nicht unbedingt ein leichtes Unterfangen, denn Fußball wird immer noch als Männerdomäne angesehen. Wo aber liegen die Unterschiede? Tips hat nachgefragt.

Die 16-köpfige Waldhausner Damenfußballmannschaft ist mit viel Begeisterung bei der Sache, eine tolle Truppe, das merkt man sofort. Allerdings auch streng limitiert, wenn man so will. „Unser Kader ist im Moment zu klein, vergangenen Herbst zeigte sich der Spielermangel, als wir verletzungsbedingt zu zehnt auf dem Platz standen“, meint Torfrau Martina Fuchs. „Unsere Gegner aus Irnfritz kamen zuletzt fast in doppelter Ausführung, wir hingegen haben mit Glück zwei, drei Wechselspieler“, ergänzt Kapitänin Verena Strabler.Spaß am Sport und Teamgeist solle er mitbringen, der Neuzugang, das sind schon die besten Voraussetzungen. Denn es ist ein Hobby, dass wir gerne ausüben, Siegen ist schön, aber nicht alles, sind sich die Mädls, die in der Gebietsliga spielen, einig. „Miteinander fällt einem Sport und das Training viel leichter und hinterher fühlt man sich einfach gut“, meint die 28-jährige Torfrau Martina, die Älteste im Team.
„Wir sind eine richtig bunte Truppe, sind verschieden alt, haben unterschiedliche Jobs und Interessen. Aber am Fußballplatz ergeben wir eine tolle Einheit.“ Martina Fuchs, Torfrau
Insgesamt acht Frauenmannschaften der Gebietsliga Nordwest-Waldviertel kämpften in dieser Saison um den Meistertitel, das Rennen machte schließlich Irnfritz. Im Bezirk gibt es neben Waldhausen nur noch Schweiggers, letztere holten sich die Bronzemedaille in der Gesamtwertung. Waldhausen musste sich mit dem vorletzten Platz begnügen. Nichtsdestotrotz schaut man positiv in die Zukunft beziehungsweise in die kommende Saison.
„Wollten es den Männern zeigen“
2007 begann eine Gruppe von Mädls mit dem Hallentraining, aus Jux und Tollerei. „Unsere Männer hatten damals einen schlechten Lauf, wir wollten es ihnen zeigen“, grinst Corinna. Sie und Verena zählen zu den beiden verbliebenen Gründungsmitgliedern der Waldhausner Damenmannschaft. Es wurde ein Trainer gesucht und dann kam eines zum anderen. „Die ersten Dressen borgten wir uns von den Jungs aus, sie gingen uns bis zu den Knien, aber so fängt man halt irgendwie an“, schmunzelt Corinna. Nach einem Jahr folgte bereits der Aufstieg in die Gebietsliga, 2013/2014 dann ein Gastspiel in der Hobbyliga wo sie den Meistertitel holten, die Gebietsliga rief abermals. Der Aufstieg war anfangs ein harter Brocken für die Truppe, doch sie kämpften sich durch und rückten noch näher zusammen. Kampfgeist ist ohnehin gefragt beim Frauenfußball, denn dieser ist bei Weitem noch nicht so anerkannt wie das beim männlichen Gegenüber der Fall ist. „Man muss oft mit weniger Publikum, weniger Sponsoren und weniger Unterstützung rechnen, bei den Herren funktioniert das meiner Ansicht nach leichter“, so Martina Fuchs, die bereits beim USC Schweiggers sowie beim SV Horn spielte. „Viele Leute schauen mich noch immer verwundert an, wenn ich sage, dass ich Fußball spiele, wir haben dann und wann zu kämpfen, dass wir ernst genommen werden“, fügt Verena hinzu.
Und sonstige Unterschiede? „Männer beschimpfen sich am Platz und dann ist es wieder gut, Frauen sind da schon ein Stück weit nachtragender“, grinst Verena. Allerdings: Auf den Rasen wird nicht gespuckt. Und was wird nach einer erfolgreichen Partie getrunken – Bier oder doch Prosecco? „Auf jeden Fall Bier“, kommt es von Martina, wie aus der Pistole geschossen.
Kontakt
Interessierte Mädls werden herzlich zum Schnuppertraining eingeladen, nähere Infos bei Trainer Kurt Loimayer unter: 0680/3302994, auf Facebook oder auf der Homepage www.svwaldhausen.at


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