Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WALDING. Eine Forelle oder eine Äsche mit einer kunstvoll gebundenen Fliege zu fangen, ist für viele die Krönung des Fischens. Möglich macht die kunstvolle Jagd aber eine Rute. Und Kenner schwören dabei auf handgemachte Stücke.

Reinhard Lang aus Walding mit einer Fliegenrute. Foto: Hamedinger
Reinhard Lang aus Walding mit einer Fliegenrute. Foto: Hamedinger

Nicht viele Bewohner von Walding wissen, dass in ihrer Gemeinde einer von nur zwei Fliegenrutenbauer in Österreich lebt, der seinem Handwerk gewerblich nachgeht. Reinhard Lang erzeugt in seiner Werkstatt aus chinesischem Bambus Ruten, die bei Fischern sehr beliebt sind. Beigebracht hat er sich die Kenntnisse für den Bau selbst, auch wenn er bei dem einen oder anderen Fachmann in Deutschland Erfahrungen gesammelt hat.

45 Stunden Arbeit

Lang: „Es gibt eigentlich keine Werkzeuge vom Band für die Herstellung von Fliegenruten, daher hab ich mir fast alle selbst gebaut.“ Und so wird der Bambus in seiner Werkstätte geschnitten, gehobelt, getrocknet, poliert und auf die jeweiligen Bedürfnisse seiner Kunden angepasst. „Für eine Rute sind ungefähr 45 Stunden Arbeit notwendig. Danach ist ein individuelles Stück Handarbeit fertig, das keinen Vergleich zu industriell, aus Kunststoff hergestellten Produkten scheuen muss“, erklärt Lang, der auch die Einzigartigkeit des Fliegenfischens auf einen Punkt bringt: „Ich lebe mit der Natur. Daher schätze ich das Fliegenfischen. Hier handelt sich um die humanste Art des Fischens – wir verwenden keine Widerhaken und man muss wissen, wie sich die Fische verhalten und welche Beute sie bevorzugen.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden