Mit 25 Tonnen Steinen wurde Schmiedehandwerk wiederbelebt
WALDING. Rund 60 Jahre ist es her, dass beim Schmied z“Walding die Hämmer stillstehen. Jetzt ist das Handwerk zurückgekehrt.

Rund 60 Jahre ist es her, dass beim Schmied z“Walding die Hämmer stillstehen. Jetzt ist das Handwerk zurückgekehrt. In mühevoller Arbeit errichtete der Waldinger Klaus Reitermayr eine optisch und auch technisch ansprechende Schmiede. Rund zwei Jahre hat es gedauert, bis die etwa 25 Tonnen per Hand verlegten Granitsteine ihren richtigen Platz im Mauerwerk gefunden haben. Für den Halt hat der gelernte Schlosser und hauptberufliche Lokführer der ÖBB sechs Tonnen Zement verarbeitet. Das Herzstück der Werkstätte ist ein Schmiedehammer aus dem Jahre 1910 mit 2,2 Tonnen. Diesen hat Reitermayr in Berndorf im Burgenland erstanden und dort quasi vor der Reststoffverwertung gerettet. Gottes Segen erhielt die Schmiedewerkstatt vom Waldinger Pfarrer Franz Schauer. Und dieser fand auch würdige Worte für die Einweihung und meinte: „Wo der Mensch mit Wissen und Technik etwas macht, ist Kunst“. Und dass dem auch in der neuen „Schmiede z“Walding“ so ist, davon konnte sich Pfarrer Schauer durch ein als Dankesgabe überreichtes Damastmesser überzeugen.
Ein scharfes Geschenk
Das aus mehreren Lagen Stahl geschmiedete Messer ist übrigens das Erstlingswerk der vor wenigen Wochen fertiggestellten Schmiede. Ein Geschenk, das Pfarrer Schauer gerne annahm. In der Küche wolle er es jedoch nicht verwenden, denn in Anbetracht der Schärfe des Messers sei schon das Anschauen des Messers gefährlich, scherzte der Pfarrer.


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